VfB Stuttgart in Frankfurt Ein Sieg soll die Serie fortsetzen

Von red/lsw 

Für VfB-Coach Jürgen Kramny steht die Marschrichtung fest: Auf ins gesicherte Mittelfeld. Foto:  
Für VfB-Coach Jürgen Kramny steht die Marschrichtung fest: Auf ins gesicherte Mittelfeld.Foto:  

Das Selbstvertrauen ist da, jetzt soll unter Jürgen Kramny gegen Frankfurt wieder ein Sieg her. Denn das gesicherte Mittelfeld in der Tabelle ist in greifbarer Nähe.

Stuttgart - Zu Wochenbeginn hat Jürgen Kramny seinem Kollegen Armin Veh zum 55. Geburtstag alles Gute gewünscht. „Ich habe ihm am Montag gratuliert“, sagte der Trainer des VfB Stuttgart zwei Tage vor der Partie bei Eintracht Frankfurt. „Er ist mit dem VfB Meister geworden und wir hatten ein gutes Verhältnis.“ Am Samstag aber ist es mit den Nettigkeiten vorbei. Dann will der schwäbische Fußball-Bundesligist seine Serie fortsetzen und das halbe Dutzend vollmachen. Fünfmal in Folge ist der VfB nun ungeschlagen - und feierte dabei zuletzt drei Siege.

Mit einem Sieg gegen die Hessen und seinen Meistertrainer von 2007 würde der Tabellen-15. die punktgleiche Eintracht zudem erstmals in dieser Saison überflügeln und weiter ins gesicherte Mittelfeld vorstoßen. „Wir wollen uns so schnell wie möglich von da hinten raus befreien“, wiederholte Kramny am Donnerstag zum x-ten Mal sein Ziel.

Das Selbstvertrauen ist da

Am Selbstbewusstsein fehlt es dem Trainer und den unter seinem erfolglosen Vorgänger Alexander Zorniger stark verunsicherten Profis jedenfalls nicht mehr. So konterte Kramny die jüngste Kritik des ehemaligen VfB-Sportvorstands Fredi Bobic gelassen: „Das trifft mich nicht. Das ist nicht relevant.“ Bobic hatte seine Fähigkeit, in der Bundesliga zu arbeiten, angezweifelt.

Kramny betonte, dass er gegen die zuletzt dreimal unbesiegten Frankfurter „ein offenes Spiel“ erwarte. „Sie haben auch einen positiven Lauf mit sieben Punkten aus drei Spielen. Das ist eine gefährliche Mannschaft.“ Besonders gefährlich ist Torjäger Alexander Meier. „Der ist nur schwer zu neutralisieren, da er Dinge macht, die nicht planbar sind“, sagte der VfB-Coach.

Auf seinen eigenen etatmäßigen Torjäger muss Kramny weiter verzichten. Aber immerhin kehrte Daniel Ginczek nach vier Monaten Verletzungspause erstmals wieder auf den Rasen zurück. „Er trainiert auf dem Gelände individuell mit einem Athletiktrainer“, sagte Kramny. „Vielleicht kann er in knapp zwei Wochen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.“ Der Stürmer hatte Anfang Oktober 2015 einen Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich erlitten und musste deshalb zwei Wochen später sogar operiert werden.

Harnik wieder hergestellt

Derweil ist der ebenfalls lange verletzt ausgefallene Martin Harnik wieder völlig fit. Kramny stellte aber klar, dass der österreichische Nationalspieler für die Partie in Frankfurt „noch kein Kandidat für die Startelf“ sei. „Es ist möglich, das er von der Bank kommt.“

Wahrscheinlich vertraut Kramny erneut seiner Startelf aus den beiden Siegen gegen den 1. FC Köln und den Hamburger SV. „Es ist möglich, das wir mit der gleichen Formation antreten“, sagte er. Timo Werner bleibt trotz seiner eklatanten Abschlussschwäche gegen die Hanseaten gesetzt. „Er hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte der Coach den 19 Jahre alten Stürmer. „Er hat zwar seine Chancen nicht verwertet, aber die HSV-Abwehr richtig beschäftigt. Es gibt keinen Grund, ihn rauszunehmen.“ Winter-Zugang Artem Kravets, der nach seiner Einwechslung den 2:1-Siegtreffer köpfte, muss sich also weiterhin mit der Rolle des Jokers begnügen.

Voraussichtliche VfB-Aufstellung: Tyton - Großkreutz, Schwaab, Niedermeier, Insúa - Serey Dié - Rupp, Gentner, Didavi, Kostic - Werner.

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