VfB Stuttgart im Trainingslager Artem Kravets: Ambitioniert und lernbegierig

Von Philipp Maisel 

Artem Kravets möchte schnell in der neuen Umgebung beim VfB Stuttgart ankommen. Das ungewohnte Training ist hart für ihn. Foto: Pressefoto Baumann
Artem Kravets möchte schnell in der neuen Umgebung beim VfB Stuttgart ankommen. Das ungewohnte Training ist hart für ihn.Foto: Pressefoto Baumann

Der ukrainische Angreifer Artem Kravets hat im Trainingslager des VfB Stuttgart im türkischen Belek erstmals zu den mitgereisten Pressevertretern gesprochen. Kravets zeigt sich motiviert und lernbegierig.

Belek - „Puh“, stöhnt Artem Kravets (26) und rollt mit den Augen, angesprochen auf seine aktuelle Verfassung. „Das Training ist ganz schön anstrengend, das bin ich aus der Ukraine nicht gewohnt“, erklärt er. Doch als Beschwerde will er das nicht verstanden wissen, im Gegenteil. Kravets gibt sich sehr ambitioniert, will sich unbedingt beweisen und für einen Kaderplatz in der ukrainischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im Sommer in Frankreich empfehlen. Noch ist das allerdings weit weg, in seinem Fokus steht nur der VfB. „Ich wollte unbedingt hierher wechseln“, sagt er. Bereits nach dem ersten Kontakt gegen Ende des letzten Jahres und Gesprächen mit Robin Dutt sei klar gewesen, dass sich alle anderen Clubs ihre Anfragen sparen konnten. Die gab es durchaus, wenn auch nicht aus der Bundesliga, die für ihn „die beste Liga der Welt ist“.

Jetzt ist Kravets Stuttgarter und hat mit der neuen Mannschaft bereits die Hälfte des Trainingslagers und insgesamt 90 Minuten in den beiden Testspielen gegen Antalyaspor und den VfL Bochum absolviert. Noch ist er ohne Treffer, was er aber „bald ändern möchte“. Ganz heiß ist er auf den Rückrundenstart gegen den 1. FC Köln. „Ich will der Mannschaft mit meinen Toren helfen. Den Abstieg gilt es unter allen Umständen zu vermeiden“, sagt er. Damit das klappt trainiert er mit vollem Einsatz, doch auch abseits des Platzes zeigt er sich lernbegierig. „Ich möchte schnell lernen, die deutsche Sprache zu sprechen“, lautet der erste Satz auf Deutsch während der Presserunde, die er ansonsten auf Englisch absolviert. Deutschlehrer hat er noch keinen, bisher hat er sich alles autodidaktisch via Youtube angeeignet. Auf dem Platz klappt die Kommunikation mit den Kollegen bereits gut. „Links, rechts, Druck, vor, zurück – die Kommandos habe ich schon verinnerlicht“, erklärt er. Der Rest wird sich schnell ergeben, da ist sich Kravets ganz sicher. Jetzt muss er nur noch sein erstes Tor im Trikot mit dem Brustring erzielen – vielleicht schon an diesem Mittwoch im Testspiel gegen Hannover 96.

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