VfB Stuttgart II Thomaes Plan: Mit Cacaus Toren aus dem Keller

Von jüf 

Soll mit seiner Erfahrung und seinem Torinstinkt voran gehen: Routinier Cacau. Foto: dpa
Soll mit seiner Erfahrung und seinem Torinstinkt voran gehen: Routinier Cacau.Foto: dpa

VfB-II-Trainer Walter Thomae setzt auf Konsequenz des Ex-Profis im Kampf um den Klassenverbleib in der dritten Liga auf die Abschlussqualitäten des 34-Jährigen.

Stuttgart - Walter Thomae kommt leicht verspätet zum Termin. Das Training des VfB Stuttgart II hatte Überlänge. Kein Wunder: Es gilt einen prominenten Neuzugang auf seinen ersten Drittligaeinsatz vorzubereiten. Cacau trainiert zwar schon seit Wochen mit, doch an diesem Samstag (14 Uhr) bei den Würzburger Kickers feiert er seine Punktspielpremiere. „Bisher war er von Montag bis Freitag dabei und hat uns dann viel Glück gewünscht“, sagt Thomae. Jetzt kann der 23-malige Nationalspieler die Ergebnisse direkt beeinflussen. Was auch nötig ist. Mit zwei Niederlagen und null geschossenen Toren ist der VfB II denkbar schlecht aus der Winterpause gekommen. Nur für Schlusslicht Kickers sieht es noch bedrohlicher aus.

„Cacau ist uns mit seiner Erfahrung eine ganz wichtige Stütze. Meine Spieler wissen: bei ihm ist der Ball gut aufgehoben“, sagt Thomae. Und möglichst oft soll er ihn im Tor versenken. Die Konsequenz im Abschluss fehlte zuletzt. „Cacau braucht keine acht Chancen, um zu vollstrecken“, ist sich Thomae sicher.

2003 war Cacau nach Stuttgart gekommen. Seit 2006 arbeitet Thomae für den VfB II. Unter Rainer Adrion, Reiner Geyer, Jürgen Seeberger und Jürgen Kramny als Assistent, seit Dezember als Chef. Thomae kennt den gebürtigen Brasilianer also bestens: „Er passt auch menschlich perfekt zu uns.“ Angebote von Standard Lüttich, 1860 München und Fortuna Düsseldorf soll er ausgeschlagen haben. Offenbar war es dem in Korb inzwischen verwurzelten Stürmer wichtig, seine Frau und die drei Kinder nah bei sich zu haben. Jetzt soll er den VfB II aus dem Keller schießen. Für Thomae eine ganz wichtige Mission: „Der Ligaverbleib ist enorm wichtig. Wer vor 28 000 Zuschauern in Dresden besteht, ist ein gestandener Drittligaspieler. Eine bessere Vorstufe auf dem Weg zum Bundesligaprofi gibt es nicht.“ Die entscheidende Hilfestellung soll von Cacau kommen.

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