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VfB Stuttgart Frischzellenkur mit Vedad Ibisevic

Thomas Näher, vom 28.01.2012 11:00 Uhr
Vedad Ibisevic kämpft im Training des VfB Stuttgart gegen Mitspieler Christopher Hemlein um den Ball Foto: Pressefoto Baumann
Vedad Ibisevic kämpft im Training des VfB Stuttgart gegen Mitspieler Christopher Hemlein um den Ball Foto: Pressefoto Baumann
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Stuttgart - Den großen Ansturm hat der neue Mann unter den Fans der Roten noch nicht ausgelöst. Das Training am Donnerstagvormittag mochten sich nur rund 20 Zaungäste antun. Das entspricht dem Interesse an normalen Tagen. Dass es dennoch einen Stau auf dem Parkplatz gab, lag an einem schusseligen Besucher mit Wiener Kennzeichen, der in aller Seelenruhe das Wageninnere nach seinem verschlampten Ticket absuchte und dabei die Ausfahrt blockierte. Lebhaft wird es wohl erst an diesem Sonntag, wenn der VfB nebenan Borussia Mönchengladbach empfängt. Kurz vor dem Anpfiff um 17.30 Uhr werden rund 60.000 Augenpaare den Rasen der Mercedes-Benz-Arena nach dem Mann absuchen, der fortan die roten Herzen erfreuen soll. „Ibisevic wird am Sonntag auf alle Fälle spielen“, sagte Trainer Bruno Labbadia, „er steht voll im Saft.“

So gesehen herrscht zurzeit nur die Ruhe vor dem Sturm. Den soll ebenda, im Angriff, der Neuzugang von 1899 Hoffenheim entfachen. Das ist nach neun Begegnungen, in denen der VfB nur sechs von 27 möglichen Punkten geholt hat, dringend geboten. Zuletzt war mit jeder Niederlage der Verdruss im roten Haus auf dem Cannstatter Wasen gewachsen, jeder neue Rückschlag hatte auch im Umfeld die Stimmung weiter getrübt, die Unruhe wuchs, der Umgangston wurde rauer.

Labbadia hofft auf Schub für Cacau

Deshalb ist die Ankunft des Bosniers, der in 116 Bundesligaspielen 49 Tore erzielt hat, der Impuls, auf den alle gewartet haben. Der rund 4,5 Millionen Euro teure Ibisevic soll den Muntermacher spielen, die Lethargie im Angriff beenden und die Sturmkollegen mitreißen – den chronisch frustrierten Cacau, den von Labbadia gerügten Julian Schieber sowie Pawel Pogrebnjak, der den Verein lieber heute als morgen verlassen soll. „Mit Vedad haben wir den Angreifer bekommen, den wir wollten. Er ist kompatibel mit den Stürmertypen, die wir schon haben. Er hat seine Stärken vor allem im Strafraum, das ist sein Revier, dort bindet er Gegenspieler. Durch ihn sind wir variabler und können verschiedene Systeme spielen“, sagte Labbadia über den 34-maligen Nationalspieler.

Was die konkrete Umsetzung angeht, so haben die rund 20 Zaungäste vom Donnerstag einen deutlichen Wissensvorsprung gegenüber dem Rest der roten Sympathisanten. Denn die Trainingseinheit legte offen, wie der neue VfB zumindest vorläufig aufzutreten gedenkt. Mit Ibisevic stellt Labbadia vom 4-2-3-1- auf ein 4-4-2-System um, was eine zeitweilige Rückkehr zur anderen Grundausrichtung nicht ausschließt. „Wir wollen mit zwei richtigen Spitzen spielen, mit Vedad haben wir dazu nun die Möglichkeit“, sagte Labbadia. Zusammen mit Cacau bildet Ibisevic die Doppelspitze, was nicht zuletzt dem deutschen Nationalspieler zum Vorteil gereichen soll. In Ibisevic hat Cacau künftig einen Anspielpartner, der bei allem Tordrang auch ihn besser in Szene setzen soll. „Ich hoffe, dass Cacau durch das Zusammenspiel mit Vedad einen Schub erhält“, sagte Labbadia.

Hajnal und Harnik als Zulieferer

Hinter dem neuen Sturmpaar sind William Kvist und Zdravko Kuzmanovic auf den zentralen sowie Tamas Hajnal und Martin Harnik auf den Halbpositionen als Zulieferer gefordert. Immer wieder suchten sie im Trainingsspiel Ibisevic und spielten den Ball steil auf den Neuzugang, immer wieder unterbrach Labbadia die Einheit und besprach taktische Details. Die Zeit drängt. Ibisevic kann nur viermal mit den neuen Kollegen trainieren, dann kommt Gladbach. Deshalb warnt Labbadia sich und alle andren davor, zu hohe Erwartungen in Ibisevic zu setzen: „Wir können uns nicht nur auf Vedad verlassen. Da ist die ganze Mannschaft gefordert.“

Denn der Tabellen-Vierte aus Mönchengladbach ist kein Gegner, den man im Vorbeigehen besiegt. Das 3:1 gegen Bayern zum Rückrundenstart hat das ohnehin gesunde Selbstbewusstsein der Truppe vom Niederrhein zusätzlich gestärkt. „Unabhängig vom Gegner müssen wir wieder so kompakt stehen wie zu Beginn der Hinrunde und die Räume, die sich uns nach vorn bieten, besser nutzen“, fordert Bruno Labbadia.

Dass dabei alle Augen auf Vedad Ibisevic ruhen werden, kann er nicht ändern. Als echter Knipser ist der Neue schließlich der Spezialist für die Momente im Spiel, die den Unterschied ausmachen.

Kommentare (4)
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JAN
28
11:27 Uhr, geschrieben von schwabe
endlich 4-4-2
endlich hat der trainer es kappiert,das hab ich schon vor einem halben jahr vorgeschlagen.4-4-2 hätte auch ohne ibisevic geklappt.lieber wäre mir neben der neuen nummer neun aber schieber,man hat auf schlacke gesehen das er was bewegen kann,er braucht jetzt spiele und keinen anpfiff vom trainer!!!schieber war ein halbes jahr verletzt und hat noch kredit,auch bei den fans,der trainer sollte ihn nicht hängen lassen.
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JAN
28
11:19 Uhr, geschrieben von Gerd
@chkr
Ebenda (Abkürzung ebd., auch ebda.), auch ebendort, ist ein deutschsprachiges Adverb in der Bedeutung von genau, gerade dort. (Wikipedia)
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JAN
27
21:40 Uhr, geschrieben von chkr
eben da und nicht ebenda
"ebenda" schreibt man auseinander, also "eben da", liebe StN.
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