VfB Stuttgart Didavi ist heiß auf Werder Bremen

Marco Seliger, 05.02.2013 13:36 Uhr
Der offensive Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart brennt auf Rückkehr ins Team von Bruno Labbadia. Er hofft, dass bei seinem Einsatz gegen Offenbach am Abend alles gut geht und er „gegen Bremen ran darf“.

Stuttgart - Es ist so weit. Daniel Didavi (22) darf spielen. Von Beginn an. In einem Pflichtspiel. Gut, es ist nur die dritte Liga – aber wenn Didavi an diesem Dienstag für den VfB II gegen Kickers Offenbach aufläuft (18.30 Uhr), ist er ein glücklicher Mann . „Ich freue mich total“, sagt der offensive Mittelfeldspieler, „ich hoffe, dass alles gutgeht – und dass ich dann vielleicht schon am Samstag gegen Werder Bremen wieder in der Bundesliga ran darf.“

Dass der VfB die Qualitäten Didavis gut gebrauchen kann, wurde bei den schwachen Auftritten in den ersten drei Rückrundenspielen deutlich. Tamas Hajnal war zuletzt in der Partie bei Fortuna Düsseldorf (1:3) auf der zentralen offensiven Mittelfeldposition überfordert. Doch trotz der Mängel in der Kreativabteilung gilt beim Club aus Cannstatt die Maxime, dass Didavi nichts überstürzen darf. „Wir brauchen seine Qualität, aber wir können seine Gesundheit jetzt nicht außer Acht lassen“, sagt Manager Fredi Bobic: „Wir müssen Daniel behutsam aufbauen, deshalb hat er am vergangenen Wochenende auch noch ein individuelles Trainingsprogramm absolviert.“

Die Leidensgeschichte des Daniel Didavi ist lang – nach seinem Knorpelschaden im linken Kniegelenk, der vor knapp acht Monaten diagnostiziert wurde, ist der gebürtige Nürtinger immer noch nicht hundertprozentig fit. Immer wieder gab es zuletzt kleinere Rückschläge, Didavi musste mehrmals mit dem Training aussetzen – obwohl er schon im letzten Vorrundenspiel beim FSV Mainz (1:3) und in der ersten Rückrundenpartie beim VfL Wolfsburg (0:2) eingewechselt wurde. „Wir sind mit dem Heilungsverlauf zufrieden“, sagt VfB-Mannschaftsarzt Raymond Best, „aber man muss wissen, dass das Knie nach einem Knorpelschaden die hohe Belastung eines Bundesligaspielers erst wieder neu erlernen muss.“ Deshalb seien die kleineren Rückschläge normal, ergänzt Best: „Wir können aber damit rechnen, dass Daniel in den nächsten Wochen und Monaten wieder voll angreifen kann.“

Einsatz gegen Offenbach „idealer Belastungstest“

Gegen Offenbach will er den Anfang machen. „Das ist vielleicht meine Generalprobe für das Spiel gegen Bremen – wenn alles gutgeht, will ich da wieder dabei sein“, sagt Didavi. Die Partie mit dem VfB II sei der „ideale Belastungstest“, wie es Best ausdrückt. „Wir müssen zurzeit immer wieder schauen, wie das Knie den Belastungen standhält – aber momentan sieht es gut aus. Seit der vergangenen Woche hat Daniel jede Trainingseinheit ohne Probleme mitgemacht.“

Das war zuvor noch anders. Zunächst machte Didavi im Trainingslager in Belek jede Einheit mit, bis ihn eine Reizung am operierten Knie plagte. Beim ersten Rückrundenspiel in Wolfsburg stand er dann zwar im Kader – doch wirklich fit war er noch nicht. „Danach haben Trainer Bruno Labbadia und ich entschieden, dass es besser ist, wenn ich individuell arbeite und nur dosiert mit der Mannschaft trainiere“, sagt Didavi, „es war besser, dass ich die Reizung komplett auskuriert habe.“ Jetzt wird seine Geduld mit dem Einsatz gegen Offenbach in der dritten Liga belohnt.

Klar ist, dass Didavi in Topform eine große Verstärkung für die Bundesligamannschaft wäre. Was er draufhat, zeigte er in der vergangenen Saison, als er als Leihgabe beim 1. FC Nürnberg im zentralen offensiven Mittelfeld neun Tore in 23 Bundesliga-Partien erzielte. Dann kam der Knorpelschaden – und seitdem kämpft Didavi um den Anschluss. „Es ist klar, dass es Daniel schwerfiel, immer wieder zu warten. Er brennt auf Einsätze“, sagt Didavis Berater Karlheinz Förster, „aber er musste jetzt eben ein bisschen Geduld haben.“ Dass der VfB in Sercan Sararer, Alexandru Maxim und Federico Macheda drei neue Offensivspieler verpflichtete, beunruhigt Förster nicht: „Wenn Daniel fit ist, wird er spielen – der VfB weiß, was er an ihm hat.“ Manager Fredi Bobic bestätigt das: „Wir setzen total auf ihn.“

 
 
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Kommentare (6)
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Jo Ist schon länger als 1 Jahr her
...kommen die gleicher Typen aus den Löchern gekrochen...Didavi kriegt keine Chance unter BL...*heul*. Dabei hat Didavi schon wieder Einsatzzeiten bekommen, kaum das er nach seiner fast 3/4-jährigen Pause wieder angefangen hat mit der Mannschaft zu trainieren. Das sein Knie dann wieder reagiert hat und er pausieren musste, haben die Herren wohl auch überlesen. Frage mich ob die Fans anderer Vereine auch so sind oder ob es das nur in Stuttgart gibt...
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Buffy Ist schon länger als 1 Jahr her
braucht man nicht mehr weil Sie kommen nicht zum Einsatz jeder blinde Trainer sieht es wer kann und wer nicht aber unsere TT Achse kann nichts deshalb schnell tauschen oder die Jungen sind weg . Der liebe Ulle darf auch noch mit spielen und seine Fehler sollte er auch zu geben. Weil einer halten und drei Eier fangen, das kann jeder Goalie, er kann es aber bis Ostern auch abstellen Viel Glück Ulle denken nicht nur den Ball weg werfen, es ist dein Arbeitsgerät.
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VfB1893 Ist schon länger als 1 Jahr her
O.k. - Brunos Lieblinge wie Torun, Hajnal, Molinaro dürfen ihre Spielpraxis im Bundesligateam sammeln! Was machen die anders??? Diese Frage wird uns wohl niemand erklären können! BL hat vor einigen Monaten gesagt, die Jungen müssen besser sein wie sie Alten! Oh Gott wie schlecht muss unsere Jugend sein?????
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stuttgarter wääg Ist schon länger als 1 Jahr her
Manager Fredi Bobic bestätigt das: „Wir setzen total auf ihn.“ ja ja- ungefähr genauso wie auf Röcker und Rüdiger in der Innenverteidigung. Mittlerweile hört man am besten gleich weg, sobald Bobic und Labaddia ' s maul aufmachen'. Und da wundert man sich, wenn die Talente nicht mehr in Stuttgart spielen- früher hat der VfB einen erheblichen Anteil der U Nationalteams gestellt! Mittlerweile exisitert diese Nachwuchsförderung doch nur noch durch heiße Luft und Phrasendrescherei!
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RaulFan Ist schon länger als 1 Jahr her
'Klar ist, dass Didavi in Topform eine Verstärkung ist!' Ja, das ist jedem klar. Ich befürchte nur dem Bruno nicht. Nach der Aufstellung vom letzten Samstag ist alles möglich. Wenn der Rüdiger. Traore und der Didavi am Samstag (wieder) auf der Bank sitzen und Molinaro spielt, ist Labbadias Fußballverstand bei mir endgültig gescheitert!!!
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