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VfB Stuttgart Der VfB setzt die Achterbahnfahrt fort

Julia Rapp/bel, vom 21.02.2012 04:51 Uhr
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Und wieder wird aus einem ruhenden Ball ein Gegentor: VfB-Keeper Sven Ulreich kann das 0:2 gegen Hannover nicht verhindern. Elf Gegentreffer kassierte der VfB Stuttgart in dieser Saison nach Ecken und Freistößen: Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und schauen Sie sich die Fehler der Roten noch mal in den Video-Clips an.  Foto: Pressefoto Baumann
Und wieder wird aus einem ruhenden Ball ein Gegentor: VfB-Keeper Sven Ulreich kann das 0:2 gegen Hannover nicht verhindern. Elf Gegentreffer kassierte der VfB Stuttgart in dieser Saison nach Ecken und Freistößen: Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und schauen Sie sich die Fehler der Roten noch mal in den Video-Clips an. Foto: Pressefoto Baumann
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Hannover - Acht Punkte Abstand hat der VfB Stuttgart nach dem 22. Spieltag. Acht nach hinten zum Relegationsplatz. Und acht nach vorne zu Rang sechs, der zur Teilnahme an der Europa-Liga berechtigt. „Wir haben es verpasst, uns von unten komplett abzusetzen, und nach oben haben wir die Tuchfühlung verloren“ sagte Trainer Bruno Labbadia nach der 2:4 (0:2)-Niederlage bei Hannover 96. Der VfB befindet sich weiter auf seiner Achterbahnfahrt. Nach guten Ergebnissen folgt regelmäßig die Ernüchterung. Es geht rasant aufwärts wie beim 5:0-Sieg gegen Hertha BSC und ebenso rasant wieder nach unten wie nun in Hannover.

Dass die Fahrt der Roten in dieser Saison so oft ruckelt, hat Gründe:

Die Standardsituationen: Wie sich die Dinge ändern können: Bis zum neunten Spieltag war der VfB spitze in Sachen Standards – die Stuttgarter trafen am häufigsten aller Bundesligateams nach Ecken und Freistößen und bekamen die wenigsten Gegentreffer nach ruhenden Bällen. Mittlerweile führen sie diese inoffizielle Tabellen von hinten an – mit 15 Gegentreffern nach Standards. „Das hat uns schon unglaublich viele Punkte gekostet“, sagt Christian Gentner. Gegen Hannover waren es drei. „Wenn man drei Tore nach Ecken kriegt, kann man kein Spiel gewinnen“, brachte es Sportdirektor Fredi Bobic auf den Punkt. Dabei trainieren die Roten schon seit Monaten vermehrt Standards. „Es gab im Training unter der Woche keine Anzeichen dafür, dass es in diesem Bereich wackelt“, war Labbadia überrascht. Wie also kann man diese Fehlerquelle abstellen? „Das ist nichts, was man den Spielern noch beibringen kann, das ist das Abc des Fußballs“, sagt Bobic und erklärt es trotzdem noch mal: „Man muss die Dinger einfach wegköpfen.“

Das Deckungsverhalten: Vor einigen Wochen hat Bruno Labbadia bei Standardsituationen von Mann- auf Raumdeckung umgestellt. „Ich habe gespürt, dass sich viele mit der Manndeckung nicht sicher gefühlt haben. Deshalb haben wir das geändert“, erklärt der Coach. Gegen Hertha und zuvor in Leverkusen ist die Taktik aufgegangen. Gegen Hannover ging sie „eindeutig in die Hose“ (Bobic). Vor allem, weil die VfB-Profis nicht das umgesetzt haben, was sie in unzähligen Trainingseinheiten geübt haben. Ein Vorteil von Raumdeckung ist, dass die torgefährlichen Räume wie der kurze Pfosten und das Zentrum stärker besetzt sind – wenn sie besetzt sind. Wenn allerdings einige Spieler schlafen – beim 1:0 Maza und Christian Gentner, beim 2:0 Martin Harnik –, dann hat die Raumdeckung ihr Ziel verfehlt. „Es war abgesprochen, dass der Pfosten besetzt ist, aber der eingeteilte Spieler hat sich rausziehen lassen“, erklärt Labbadia, der trotzdem bei dieser Deckungsvariante bleiben will. „Die Spieler müssen einen klaren Kopf behalten und in die Bälle reingehen“, fordert er: „Egal ob Mann- oder Raumdeckung, jeder hat immer eine Sorgfaltspflicht gegen den Ball.“

Die Chancenverwertung: Fredi Bobic hat recht, wenn er sagt, man habe in Hannover Möglichkeiten für „vier, fünf Tore“ gehabt. Doch Chancen bringen nichts, wenn man sie nicht nutzt. Harnik stand in der 28. Minute alleine vor Ron-Robert Zieler – sein Abschluss glich aber eher einem Rückpass. Sieben Minuten vor Schluss hatte Vedad Ibisevic die Riesenchance zum 3:4. „Wer weiß“, fragte Bobic, „was passiert wäre, wenn er ihn reingemacht hätte?“Hat er aber nicht.

Die individuellen Fehler: Haarsträubende Pässe gab es in Hannover auch zu bestaunen. Zum Beispiel in der 40. Minute, als William Kvist mit einem Katastrophenpass die Chance für Manuel Schmiedebach einleitete. Oder bei Khalid Boulahrouz, der ein ums andere Mal Bälle vertändelte, verlor oder zum Gegner spielte. Beim 0:4 durch Lars Stindl (73.) schlief gleich die komplette Hintermannschaft. Die Roten hatten fünf Gelegenheiten. die Gefahr zu bannen. „Wir haben einfach nur zugeschaut“, wetterte Bobic.

Wenn der VfB seine Achterbahnfahrt konsequent fortsetzt, sollte es an diesem Samstag(15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg wieder nach oben gehen. „Dafür müssen wir aber unsere Fehler abstellen“, sagt Verteidiger Georg Niedermeier. In der Woche darauf geht es dann zum Hamburger SV – und dann muss die Devise heißen: Raus aus der Achterbahn. Und bitte oben aussteigen.

Wir erinnern an alle Gegentore, die der VfB in dieser Saison nach Eckbällen und Freistößen kassiert hat. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und schauen Sie sich die Treffer noch mal in den Video-Clips an.

Kommentare (14)
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FEB
22
11:17 Uhr, geschrieben von Buffy
Eckbälle
Hallo Ulle möchte Dir als alter GOALIE einmal ein Tip geben der Sechzehner gehöhrt DIR LAUT UND DEUTLICH und den hast DU zu verdeidigen und DEINE LEUTE zu stellen dann gibt es nicht bei drei Ecken drei Tore. Früher haben WIR über Hannover gelacht heute lachen die über uns weil das was Ihr zeigt ist schon peinlich und amateurhaft und sowas kann nur besser werden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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FEB
21
14:00 Uhr, geschrieben von RaulFan
Was ist hier los?
Jeder sieht eine völlig plan und konzeptlose Mannschaft. Das Training schein total für die Katz zu sein. Alle Spieler sind außer Form. Dies alles seit nunmehr 3-4 Monaten. Das geht nicht! Ich finde es ja gut, dass mal nicht sofort der Trainer geschmissen wird aber wo soll das noch hinführen? Spielt die Mannschaft gegen den Trainer? Ist der Trainer unfähig? Egal wie, es muss gehandelt werden. Noch ist die EL genauso wie der Abstig drin. Da ja nicht alle Spieler raus geschmissen werden können und der Trainer ja eh keine anderen bringt (hier meine ich natürlich einen Holzhauser, der bisher in seinen wenigen Einsätzen immer Biss gezeigt hat) bleibt nur eine Möglichkeit übrig. Natürlich ist ein Trainerwechsel auch ein Risiko, aber offenen Auges ins verderben rennen ist auch keine Lösung. Und Zeit hatte der Trainer nun wahrlich genug...
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FEB
21
13:16 Uhr, geschrieben von donnie
Langsam glcube ich auch,
dass diese Mannschaft nicht mehr kann, als sie im Moment abliefert ! Wenn ich sehe, mit welchem Einsatz und mit welcher Leidenschaft die Freiburger im Abstiegskampf gegen den FCB gespielt haben, beeindruckt mich das sehr. Freiburg ist, Entschuldigung, ich meine das nicht despektierlich, eine Mannschaft von Namenlosen. Wenn ich unser Spiel gegen den FCB sehe, schäme ich mich noch immer ! Wenn es 11 Nationalspieler nicht auf die Reihe kriegen, eine funktionierende, kämpfende und konkurrenzfähige Mannschaft zu sein, dann ist aus meiner sicht genau das das Problem ! Lasst endlich die Jungen spielen, und zwar öfters und dauerhaft, fangt endlich an den Stuttgarter Weg zu gehen !! Entwickelt endlich einen Plan, wohin der VfB gehen möchte ! Im Moment, nach den Spielen gegen Bayern und Hannover, sind wir in Deutschland eine Lachnummer ! Wenn es unser Trainer nicht schafft die Mannschaft zu motivieren und sich weigert junge Spieler einzubauen, dann muss er eben weg ! Fredi Boboc: wie lange willst Du uns treuen Fans noch so jämmerliche und armselige Auftritte unseres VfB zumuten ?????? Bist Du damit zufrieden ? Wenn nicht, dann handele endlich, du bist der Sportdirektor !
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