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VfB Stuttgart Bobic drängt Labbadia zur Entscheidung

Thomas Näher, 07.01.2013 15:19 Uhr

Belek - Rein äußerlich macht Bruno Labbadia im Trainingslager des VfB Stuttgart im türkischen Belek einen ruhigen und entspannten Eindruck. Wie es in seinem tiefsten Inneren aussieht, behält er für sich. Der Trainer grübelt über seine Zukunft: Soll er beim VfB über sein Vertragsende im Juni hinaus verlängern oder aussteigen?

Diese Frage bewegt alle im Verein, und einen besonders: Fredi Bobic. Und der Manager ist nicht gewillt, noch lange tatenlos zuzuschauen. „Wir werden uns in der Türkei unterhalten, ich will das im Januar geklärt haben. Unser Ziel als Verein muss es sein, im Januar zu verlängern“, sagte Bobic, der sich am späten Sonntagabend nach Belek aufmachte und am frühen Montag erwartet wurde. Dann wird er auf Labbadia (46) zugehen, der zuletzt erklärt hatte: „Ich habe keinen Zeitdruck. Von mir aus kann es auch erst am 19. Mai passieren.“ Das wäre der Tag nach dem letzten Bundesliga-Spieltag.

Wenn das nur nicht täuscht! Denn Bobic will den zögernden Trainer endlich aus der Reserve locken und verschärft den Druck auf den Darmstädter. Sogar eine Trennung schließt Bobic inzwischen nicht mehr aus, seine Geduld scheint am Ende: „Wir werden es zusammen machen, dann machen wir es konsequent zusammen. Oder wir werden es lassen. Es gibt nur diese zwei Optionen.“

Labbadia hat den VfB seit seinem Amtsantritt im Dezember 2010 vor dem Abstieg bewahrt und vergangene Saison in die Europa League geführt. Allerdings vermisst er zuweilen den Rückhalt der Vereinsführung und der Fans. Zudem bereitet ihm die finanzielle Ausstattung seines Kaders zunehmend Kopfzerbrechen. Erst vergangene Woche hatte er sich darüber beklagt, dass der VfB für den nach Mexiko abgewanderten Innenverteidiger Maza (31) keinen gleichwertigen Ersatz geholt hat, sondern die Position intern mit dem jungen Benedikt Röcker (23) auffüllt. Damit sieht Labbadia die Konkurrenzfähigkeit seiner Mannschaft weiter gefährdet. Deshalb deutete er seinen möglichen Abschied aus Stuttgart an. „Ich hätte keine Angst davor, acht Monate oder auch ein Jahr lang nichts zu machen“, hatte er gesagt und einen Wechsel zu einem anderen Bundesligaverein oder ins Ausland ins Spiel gebracht: „Es gibt nicht nur Deutschland.“

Fredi Bobic befürchtet angesichts der Hängepartie Unruhe in der Mannschaft und im Umfeld. „Natürlich gibt es auch Diskussionen, wenn eine Sache immer länger dauert, die unnötig sind, die Unruhe stiften können. Die wollen wir vermeiden“, sagte er. Unmissverständlich fügte er hinzu: „Wir haben uns jetzt im Januar vorgenommen, da einen Haken dranzumachen. Im Positiven oder Negativen.“

 
 
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Kommentare (12)
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JAN
08
Schorsch, 13:07 Uhr

Labbadia

Bruno Labbadia ist ein sehr ehrgeiziger und akribisch arbeitender Trainer, der in HH und LEV daran scheiterte, dass er von seinen Spielern zu viel verlangte. Leider hat er wohl oft kein glückliches 'Mündchen' in der Öffentlichkeit, hat eine etwas suboptimale Außendarstellung. Viele Fans haben ihn schon vor seinem Amtsantritt abgelehnt, und scheinbar ändert sich daran nichts, egal welche Erfolge er einfährt. Vor einem Jahr galt Favre als DER Superübertrainer. Heute redet kein Schwein mehr von ihm, dafür hat nun Tuchel seine Stelle eingenommen. Oder gar Veh, der davor jahrelang untragbar gewesen wäre. Dazwischen war der VfB viertbester Bundesligaverein im Kalendjahr 2012 und Labbadia führte ihn durch die beste Vorrunde seit 2007 - trotz aller Substanzverluste. Aber die Fans nörgeln weiter. Vor einem Jahr galt die Nörgelei der schlechten Vorrunde, den falschen Aufstellungen und Auswechselungen und der unpassenden Taktik. Dann war es der unzureichende Einsatz der eigenen Nachwuchskicker. Und heute wird über das unschöne Spiel geschimpft. Selbst die Tatsache, dass der VfB das laufstärkste Team der Liga stellt, wird Labbadia negativ ausgelegt: Man will keinen Kampf, man will Fußballballett. Und möglichst morgen schon Champions League. Und das natürlich allein mit dem angeblich besten deutschen Nachwuchs - obwohl auch der seit Jahren keinen Titel mehr holen konnte und es in den letzten Jahren nur wenige U-Nationalspieler (U21, U20) aus Stuttgart gab. Dass Labbadia im Sommer sein Veto zu einem Holzhauser-Transfer einlegte und dieser erst nach einem klärenden Gespräch mit Labbadia seinen Trainingsfleiß überdachte und das auch offen zugibt, wird geflissentlich ignoriert. Stattdessen brachte Labbadia Holzhauser angeblich nur aus der Not heraus, aber durch eine rosarote Brille ist der dann sofort bester Mann. Nun, das Leben besteht aus Kompromissen, und ich gehe davon aus, dass auch Bobic und Labbadia einen finden werden. Wir Fans sollten derweil froh sein, dass Labbadia dabei wohl nicht wegen ein paar Mark auf dem Gehaltszettel feilscht, sondern um einen besseren Kader für unseren Herzensverein kämpft!

JAN
08
Felix, 11:27 Uhr

Aber Hallo

'Aber Hallo' Herr Labbadia. Woher nehmen Sie eigentlich Ihr Selbstvertrauen? Um mit Ihren Worten zu sprechen, 'man sollte nie vergessen wo man her kommt'. Gute Arbeit in Fürth ( 2. Liga), dann zwei kurze Auftritte mit anschließender Entlassung in der 1. Liga. Seien Sie einfach dankbar dafür, dass Sie in Stuttgart 2 Jahre lang Ihr Ansehen mit klasse Fussballern verbessern durften. Viel Glück bei einem in Geld schwimmenden Verein.

JAN
08
Fussball-laubi, 09:42 Uhr

Bruno L.

Lasst uns mal spekulieren wie das weiter läuft. In der Regel ist es immer so, das Hängepartien mit der sportlichen Leitung sich unmittelbar auf die Leistung der Spieler auswirken. In unserem Falle wäre da so: Eine Klatsche gegen Wolfsburg zur Eröffnung,bei Hecking heisst es sich jetzt positionieren, wer bleibt,wer geht. Eine Klatsche gegen die Bayern.. und Bruno ist weg. Parallel dazu wird Kollege Keller in Schalke nichts reissen, sitzt eh auf Abruf,Keller geht und 'Hotte' holt.. ja wen wohl.. Bruno Labbadia. Mal sehen ob ich recht habe.

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