VfB Stuttgart 1:1 gegen Genk – Kein Ende der Pleite

dpa, 14.02.2013 23:03 Uhr

Stuttgart - Auch in der Europa League klappt es nicht: Der VfB Stuttgart hat nach seiner beispiellosen Pleitenserie in der Bundesliga durch ein 1:1 (1:0) gegen den KRC Genk keine ordentliche Ausgangsbasis für den Einzug ins Europapokal-Achtelfinale schaffen können. Christian Gentner brachte die Schwaben mit seinem Tor in der 42. Minute in Führung. In den ersten Sekunden der Nachspielzeit schockte aber Glynor Plet die Schwaben. Nun gehen die Schwaben auch nicht mit dem erhofften Selbstvertrauen in die wegweisende Bundesliga-Partie bei 1899 Hoffenheim am Sonntag. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag in Belgien muss der VfB um das Erreichen der nächsten Runde im internationalen Fußball-Geschäft ernsthaft bangen.

Nur noch 15 200 Zuschauer wollten den VfB Stuttgart am Donnerstagabend sehen. VfB-Trainer Bruno Labbadia setzte trotz der fünf Misserfolge in Serie auf Kontinuität und schickte exakt das Team auf den Platz, das am Samstag beim 1:4 gegen Bremen die letzte Enttäuschung hatte einstecken müssen. Dem Spiel der Schwaben war die Verunsicherung deutlich anzumerken. Spürbar war die Angst, nur keinen Fehler machen zu wollen. Einzig Ibrahima Traoré zeigte Mut und Engagement - das war aber zunächst zu wenig.

Wenn sich doch eine Chance bot, wurde diese erstmal leichtfertig vertan. Vedad Ibisevic (15.) lief allein auf Genk-Torwart Laszlo Köteles zu, scheiterte aber an dem Schlussmann. Auch Martin Harnik (31.) konnte das ersehnte Führungstor nicht erzwingen, als er aus kurzer Distanz Köteles anschoss. Genk präsentierte sich nicht als übermächtiger Gegner, hatte aber lange keine Probleme, den VfB in Schach zu halten. Stürmer Elyaniv Barda (15.) hätte per Kopfball beinahe ein Tor für die Gäste erzielt. VfB-Torwart Sven Ulreich streckte sich aber gerade noch erfolgreich und lenkte den Ball um den Pfosten.

Kurz vor der Pause kam dann doch noch die vorläufige Erlösung. Einen Schuss von Gotoku Sakai ließe Köteles abprallen. Ibisevic schlug noch ein Luftloch, doch Gentner lupfte den Ball zur Führung ins Tor - nicht glanzvoll, aber auch nicht unverdient. „Ich habe gesagt: ‚Wir müssen einfach einen reinstolpern’“, sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic erleichtert. Fast hätte ein Abwehr-Lapsus aber noch vor der Pause alles zunichtegemacht. Ulreich rettete mit einer Glanztat gegen Jelle Vossen (44.) die Führung.

Die erhoffte Befreiung trat beim VfB aber nicht ein. Das Spiel blieb auf einem sehr mäßigen Niveau. Labbadia brachte für Tunay Torun Raphael Holzhauser und Shinji Okazaki für den erneut komplett enttäuschenden Harnik. Einen Energieschub brachten die Personalwechsel nicht, zumal der Beste, Traore (74.), angeschlagen raus musste. Winter-Zugang Alexandru Maxim kam zu seinem VfB-Debüt. Da auch der Vierte der belgischen Fußball-Liga keinen ganz großen Aufwand betrieb, plätscherte das Spiel ohne großer Aufreger dem Ende entgegen - doch dann kam der große Schock in der Nachspielzeit durch Plets spätes Kopfballtor.

 
 
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Kommentare (38)
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FEB
16
ello, 08:47 Uhr

Lustig

Das wirklich Lustige an der Situation ist, daß der VfB die besten Chancen aller drei verbliebenen deutschen Clubs hat.

FEB
15
retriever, 20:37 Uhr

Bruno

Bitte bringe jetzt endlich mal den Rüdiger für einige Spiele, und stärke ihm auch den Rücken. Stelle ihn oder Sakai auf links, aber erspare uns für den Rest der Runde Moli + Boka. Wenn du das nicht schnell kapierst bist du absolut fehl am Platz und kannst deinen Stuttgarter Weg endlich verlassen. Selten so ein sturhaftes Trainerverhalten gesehen!

FEB
15
Ludwigsburger, 19:47 Uhr

Berichterstattung in STN

Wann wird mal endlich richtig kritisch bei den Verantwortlichen vom VfB nachgefragt? Wann werden der Manager-Lehrling Bobic und der unfähige Trainer mal richtig in Frage gestellt? Es ist überfällig. Die Berichterstattung in der STN ist einfach nur nett - gegenüber den VfB-Verantwortlichen. Können sich wirklich so viele Fans und Leser irren bzw. so ahnungslos sein? Ich habe seit 10 Jahren eine Dauerkarte, ich war in der Rückrunde noch nicht im Stadion - es reicht! Wann endlich wacht die STN-Redaktion auf?

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