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VfB Stuttgart 0:3 – Rot schon wieder in Not

Thomas Näher, vom 30.01.2012 09:29 Uhr
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Stuttgart - Als Borussia Mönchengladbach das bis dato letzte Mal in Stuttgart gastierte, da war die Mercedes-Benz-Arena eine Baustelle, doch der VfB gewann. Und zwar mit 7:0. Am Sonntagabend schauten die Borussen wieder vorbei – doch diesmal war alles anders. Das Team aus Mönchengladbach gewann 3:0, das Stadion ist längst fertig – und die Baustelle ist jetzt die Mannschaft des VfB Stuttgart. Oder besser: Sie ist es schon wieder. Was irgendwie beängstigend wirkt.

Nun sind Spieler und Verantwortliche der Roten weit davon entfernt von Gefühlen wie Angst zu sprechen, klar ist aber auch: Eine gewisse Nervosität macht sich nach der jüngsten Negativserie in der Liga so langsam, aber sicher breit. Oder wie es Manager Fredi Bobic ausdrückt: „Der Druck wird größer.“ Was sich der VfB selbst eingebrockt hat.

Bittere Bilanz der letzten Spiele

Einem verheißungsvollen Saisonstart folgte eine schwache zweite Hälfte der Vorrunde. „Schon da haben wir leichtfertig Punkte liegengelassen“, sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia. Und weil die Roten nun auch die ersten beiden Spiele der Rückrunde in den Sand gesetzt haben, lautet die bittere Bilanz der letzten sechs Spiele: 18 Punkte wären möglich gewesen, einen hat der VfB geholt – und taumelt bereits an der Grenze zur Abstiegszone. Rot ist schon wieder in Not.

Immerhin: Das haben nach der Partie gegen Borussia Mönchengladbach alle erkannt. Ob der Blick jetzt nach unten gehe, wurde Serdar Tasci gefragt. Worauf der VfB-Kapitän antwortete: „Wo soll er denn sonst hingehen?“ Auf den Relegationsplatz haben die Roten nur vier Punkte Vorsprung, und die Frage ist: Wie konnte es dazu nur kommen?

Wer der Partie am Sonntagabend gegen die Gladbacher beiwohnte, bekam schnell eine Antwort. Der VfB spielte zwar erstmals mit Vedad Ibisevic, dafür aber ohne echten Plan, wie man den Stürmer einzusetzen gedenkt – zumindest war keiner zu erkennen. Dazu ­kamen haarsträubende Fehler bei Standardsituationen des Gegners, die sich nicht nur wiederholen, sondern auch wiederholt zu Gegentoren führen. So wie am Sonntag vor dem 0:1 durch Mike Hanke in der 31. Minute.

Erste Stimmen gegen Labbadia

William Kvist war dem Gladbacher Stürmer zugeteilt, doch dem reichte eine Täuschung, um mit dem Kopf an die Flanke von Marco Reus zu kommen. „Das war wie ein Eigentor“, sagte Bobic. Außer einen Kopfball und einen Schuss an den Außenpfosten von Tamas Hajnal hatte der VfB in der Folge wenig entgegenzusetzen, und als Labbadia später die volle Offensive forderte, wurden die Roten noch zweimal ausgekontert. Reus (81.) und Igor de Camargo (84.) trafen. Was bedeutete, dass die Truppe von Trainer Lucien Favre weiter von der Champions League träumen darf, der VfB dagegen sich mit dem Kampf gegen den Abstieg beschäftigen muss. Und dass sich im Umfeld so langsam eine Diskussion über den Trainer entspinnt.

„Labbadia ist kein Thema, ich bin überzeugt vom Trainer“, sagte Fredi Bobic zwar. Wer auf den Rängen der Arena aber die Ohren spitzte, hörte schon andere Töne und ab und an den Hinweis, in Backnang sitze ja ein Trainer, der auf ein Jobangebot warte. Gemeint war der wiedergenesene Ralf Rangnick.

Noch aber ist es an Bruno Labbadia, seine Truppe wieder auf die Erfolgsspur zu führen, was gar nicht so einfach ist, wie das Beispiel der Standardsituationen zeigt. Diese sind seit Wochen Hauptbestandteil des Trainings – und doch größte Fehlerquelle. „Es ist klar, dass der Schalter nicht sofort umzulegen ist“, sagt der Coach und verspricht: „Wir werden kritisch mit der Situation umgehen.“ Alles andere wäre auch nicht angemessen.

Kommentare (15)
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JAN
30
21:55 Uhr, geschrieben von iker casillas
labbadia endlich raus
und bobic am besten auch! Seit bobic da ist: Abstiegskampf, weil der die falschen Trainer und Spieler holt: Gross gefeuert! und dann Keller und noch schlimmer Labbadia- 0,0 Konzept, am Anfang hat vielleicht die Motivation und das Glück noch das mangelnde Spielsystem kaschiert! Aber jetzt... Er war nicht umsonst Bulgarien, positiv ist eigentlich nur, dass er Balakov nicht auch noch mitgebracht hat...Heldt hat wirr zusammengestellt!? wir haben jetzt 3 Mittelstürmen von denen nur einer spielen kann- aber keinen Vorbereiter... Und Labbadia hat nichtmal ein Spielsystem wie z.b die jüngeren Kollegen Tuchel, bei denen davon etwas sieht sondern auch noch einen Realitätsverlust. "wir wissen woher wir kommen" - Demuth noch in 10 Jahren mit 4. teuersten Kader der Bundesliga- und Gladbach woher kommen die! Naja, und wenn die Spieler nicht wissen, dass man bei einen Standard ruhig auch mal hochspingen und köpfen darf, hätte er das schon lange änder müssen...
JAN
30
20:37 Uhr, geschrieben von rema
VFB & der ewige Kampf gegen sich selbst!
Wiso tut Ihr uns Fans immer und immer soetws an? Wir kommen jede zweite woche in die Heimische Mercedes-Benz-Arena, fahren mit euch zu Auswärtspielen,stehen im Pokal egal wo in Deutschland hinter euch.Feuern euch an ,hohlen uns eure Trikots kaufen jedes jahr eine DAUERKARTE , lassen uns mit banner einiges einfallen um euch zu PUSCHEN und was kommt von euch! "erst kommt ihr selbst , dann euer Bankkonto, dann kommt lange nichts und irgentwann wen zeit und platz ist kommen wir! Die Fans zeigen mehr IDENTIFIKATION mit dem Verein und der Region als Ihr!Schade aber somit zeigt ihr nur euer wahres Gesicht"(SÖLDNER)
JAN
30
20:36 Uhr, geschrieben von kme-martin
Moderner Fußball
Manchmal könnte man meinen, Klopp und Favre hätten bei der Trainerausbildung als einzige aufgepasst. Beide machen noch nicht mal ein Geheimnis daraus, was ihre - im Grunde individuell gar nicht sooo starken Teams - so erfolgreich macht. Im Gegenteil: Fast gebetsmühlenartig hört man in Interviews die Stichworte Offensivpressing, Überzahl schaffen in Ballnähe, Balleroberung, schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff, schnelles Spiel in die Spitze, konsequenter Abschluss, defensiv kompakt stehen, Räume durch kollektives Verschieben eng machen etc. etc. Im Prinzip also all das, was der Professor aus Backnang schon vor 10 Jahren wusste. Und was davon ist beim VfB zu sehen?! Eben! Es ist ein Jammer, dass der VfB entweder nicht die richtigen Spieler oder nicht den richtigen Trainer hat, um endlich auch den Schritt zum modernen Fußball zu machen. Stattdessen kauft der VfB Ibisevic und kehrt zum extrem innovativen 4-4-2 zurück. Dazu fällt einem nun wirklich gar nichts mehr ein.
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