VfB-Fünferkette Wie stellt man blöde Fehler ab?

Von Gregor Preiß 

Der VfB Stuttgart verliert gegen Schalke 04. Warum konnten die Roten keine Punkte auf Schalke mitnehmen? Wir analysieren das Spiel in unserer Fünferkette.

Pavard vom VfB zeigt Körpereinsatz – das reicht aber nicht.Foto: AP

Gelsenkirchen - Der VfB Stuttgart lässt auf Schalke drei Punkte liegen – und fährt mit einem 3:1 nach Hause, weil er zweimal ordentlich pennte. Da reichte das eine Tor von Chadrac Akolo nicht.

Spielidee:Mit Marcin Kaminski, Timo Baumgartl und Benjamin Pavard stellte VfB-Trainer Hannes Wolf der erwarteten Schalker Angriffswucht eine massierte Dreier-Innenverteidigung entgegen. Dennis Aogo (links) und Neuzugang Andreas Beck (rechts) sicherten auf den Außenbahnen ebenfalls nach hinten ab, sollten aber vor allem das Spiel nach vorne ankurbeln. Holger Badstuber fehlte verletzt. Im Angriffsspiel vertraute der 36-jährige Coach derselben Formation, die am zweiten Spieltag gegen den FSV Mainz den ersten Sieg eingefahren hatte.

Spielentscheidend: Dass der VfB zweimal ordentlich pennte. Und das in einem jeweils sehr frühen Stadium des Spiels, direkt zu Beginn und dann wieder im Anschluss an den Wiederanpfiff. „Gefühlt fiel das erste Tor in der ersten Minute“, sagte Wolf zu der berechtigten wie unnötigen Elfmeterentscheidung nach vier Minuten. Nach der Pause erfolgte der Schalker Schachmatt binnen 82 Sekunden. Zweimal stellte sich die Stuttgarter Hintermannschaft ziemlich schusselig an. „Wenn wir diese Fehler nicht abstellen“, sind wir ein Abstiegskandidat, meinte Kapitän Christian Gentner. Es ist die Erkenntnis des dritten Spieltags.

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Spielentscheider: Guido Burgstaller jagte in der vergangenen Saison noch eine Halbserie lang gemeinsam mit Simon Terodde der Torjägerkanone hinterher, ehe er vom 1. FC Nürnberg nach Schalke wechselte. Den Titel sicherte sich bekanntlich der Angreifer vom VfB, am Sonntag stach dafür der Schalker. Ein gepflegter Doppelpass mit Amine Harit, ein eleganter Lupfer über Ron-Robert Zieler – der Österreicher sorgte für den Höhepunkt. Und entschied mit dem 3:1 das Spiel zu Gunsten der Gastgeber. Terodde ging dagegen leer aus – wie schon in den Spielen zuvor. „Simon hat gut gearbeitet, ich bin sicher, er wird bald wieder treffen“, stärkte Trainer Wolf seiner Sturmspitze den Rücken.

Wortspiel: „Wir haben nur Lehrgeld bezahlt, wenn wir auch daraus lernen“, zielte der Trainer auf die vielen individuellen Fehler ab – und die Erkenntnis, dass der Aufsteiger wie schon bei der 0:2-Niederlage bei Hertha BSC nicht schlechter war, am Ende aber trotzdem mit leeren Händen dastand. Was in die Königsfrage des Abends mündete: Wie stellt man blöde Fehler ab? Wolf fand auch darauf eine Antwort: „Wir dürfen uns jetzt nicht nur auf einzelne Schwächen stürzen. Sonst laufen wir Gefahr, alles andere zu vernachlässigen.“ Von dem, das sei dazu gesagt, in der Veltins-Arena auch einiges ganz gut war.

Spielplan: Drei Spiele, drei Punkte. Nun ja. „Mit einem Punkt auf Schalke wären wir voll im Soll gewesen“, urteilte Sportvorstand Michael Reschke. Anders gesagt: Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg steht der Aufsteiger schon wieder unter Druck, Zählbares holen zu müssen. Denn danach steht das nächste schwere Auswärtsspiel an – am fünften Spieltag geht es für den VfB zu Borussia Mönchengladbach.

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