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Verkehrspolizist Respekt vor der Polizei

StN, vom 29.09.2011 09:50 Uhr
Verkehrspolizist heute - Sicher immernoch eine Respektsperson, aber ob man vor ihm Kniebeugen machen würde? Foto: dpa
Verkehrspolizist heute - Sicher immernoch eine Respektsperson, aber ob man vor ihm Kniebeugen machen würde? Foto: dpa
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Von Leser Herbert Dedert aus Vaihingen-Enzweihingen stammt diese SchwäbischGeschichte: "Es war gegen Mitte der 50er Jahre. Und es war Sommer. Nach einem Zahnarztbesuch in der Innenstadt wollte ich so schnell wie möglich zu meiner Lehrstelle in der Neckarstraße, und so fuhr ich mit der Straßenbahn die Königstraße in Richtung Hauptbahnhof, Schillerstraße, Neckarstraße. Am Hauptbahnhof gab es einen größeren Stau; Autos, die damals noch auf der Königstraße verkehrten, versperrten die Weiterfahrt der Straßenbahn. Und weil mir das zu lange dauerte, stieg ich einfach aus, die Türe war ja offen. Die restlichen 500 Meter bis zur Arbeitsstelle wollte ich zu Fuß zurücklegen. Plötzlich fuhr die Straßenbahn weg, und ich stand mitten auf der Kreuzung - nur wenige Meter von dem kleinen Turm entfernt, von dem aus ein Polizist sowohl den Straßenbahn- als auch den Autoverkehr regelte. Als dieser merkte, dass ich schnellstens auf die andere Straßenseite wollte, rief er mich mit strengem Ton zurück. Das Herz war mir in die Hose gerutscht, und so stand ich zitternd da und wartete auf die Strafe, die da kommen sollte. Der Verkehrspolizist rief vom Turm herunter: ,So, Kerle, jetzt machsch z'erscht mol fuffzich Kniebeiga!'

In der damaligen Zeit hatte man als junger Mensch noch gehörigen Respekt vor der älteren Generation - und vor Polizisten. Ich fing also wie befohlen mit den Kniebeugen an. Ich hatte noch keine fünf hinter mir, da winkte der Polizist ab und rief: ,Hau ab!' Wahrscheinlich war ihm die Verkehrsführung doch wichtiger, als meine 50 Kniebeugen zu kontrollieren."

Der schwäbische Spruch des Tages kommt von Leser Willi Lösch aus Waldenbuch. Er schreibt: "Der Meister eines metallverarbeitenden Betriebs beschimpfte seinen neuen Mitarbeiter, der gerade erst mit der Ausbildung fertig war, wegen dessen hoher Fehlerquote mit den Worten: ,O Kerle, warum hoscht du net Beck (Bäcker) glernt - no kenntescht dein Ausschuss wenigstens essa!"'

Schreiben Sie uns: Zentralredaktion, Postfach 104452, 70039 Stuttgart, Stichwort: Schwäbisch, Fax: 0711/7205-7309; E-Mail: land@stn.zgs.de

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Lehrstunde für die junge Lehrerin
Von Leser Wolfgang Schall aus Waldenbuch stammen diese Zeilen über eine junge Lehrerin.
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Hermann Schiek aus Urbach schreibt uns: „Der Vater meines Freundes sagte vor 50 Jahren diese Verse auf“.
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