Verkehr in Stuttgart-Vaihingen CDU will keine Autos auf der Panzerstraße

Von Sandra Hintermayr 

Die Panzerstraße ist eine beliebte Spazier- und Radstrecke. Foto: Archiv Decksmann
Die Panzerstraße ist eine beliebte Spazier- und Radstrecke.Foto: Archiv Decksmann

Einst diente die Panzerstraße als Verbindungsweg zwischen zwei Militärstützpunkten. Heute ist sie für den Verkehr gesperrt. Doch einige Autofahrer lassen sich von Schildern und sogar Schranken nicht an der Durchfahrt hindern.

Vaihingen - Die Panzerstraße hat Geschichte: Sie wurde in den in den 1930er Jahren als Verbindungsweg zwischen der Kurmärker-Kaserne, den heutigen Patch Barracks, in Stuttgart-Vaihingen und der Panzerkaserne in Böblingen angelegt. Die beiden Militärstützpunkte lagen nur etwa 15 Kilometer voneinander entfernt, Panzer wurden zwischen den Regimentern hin und her bewegt. Als Belag wählte man ein Kopfsteinpflaster, das selbst bei der Benutzung durch die Kettenfahrzeuge wenig Schaden nahm. Noch heute ist die Panzerstraße eine von Fußgängern und Radfahrern vielgenutzte Verbindung zwischen Vaihingen und Böblingen.

Die Schranke wird immer wieder geöffnet

Auch Autofahrer nutzen die Straße durch den Wald gerne als Abkürzung, obwohl sie für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist. Das allerdings möchte die CDU-Fraktion im Vaihinger Bezirksbeirat unterbinden. Ulrich Bayer und Karsten Eichstädt haben einen entsprechenden Antrag aufgesetzt, in dem sie die Stadtverwaltung auffordern, die verkehrliche Situation an der Panzerstraße zu klären. „Die Benutzung durch Kraftfahrzeuge ist ausschließlich durch Förster, Waldarbeiter und direkte Anlieger denkbar. Alles andere ist zu unterbinden“ ist dem Antrag zu entnehmen.

Eine Schranke, die den Verkehr ausbremsen soll, gebe es zwar. Anwohner hätten allerdings beobachtet, dass die Straße gerne als Abkürzung zur Rohrer Höhe genutzt wird. „Auch wenn die Schranke zu ist, wird sie immer wieder aufgemacht“, gibt Bayer das Anliegen der Anwohner wieder. Manch ein Autofahrer habe wohl im Baumarkt einen Schlüssel gekauft, mit dem er die Schranke öffnen könne. Verbotsschilder gebe es ebenfalls, diese würden allerdings meist ignoriert. „Und teilweise sind die Schilder rostig oder durch Vegetation verdeckt“, so Bayer.

Fahrzeuge nutzen den Fußweg

Ein weiteres Problem ist nach Ansicht der Fraktion die Situation an der Kreuzung der Panzerstraße mit der Kurmärker Straße/Untere Waldplätze. Zum einen suggeriere die Beschilderung, die Panzerstraße sei an dieser Stelle Privateigentum der Firma BMW. „Allerdings führt über die Panzerstraße ein bedeutender Fuß- und Radweg von Vaihingen nach Böblingen/Sindelfingen“, steht in dem Antrag. Autofahrern hingegen vermittelten fehlende Sackgassenschilder, dass man die Straße weiter befahren kann. „Und der Abschnitt unter der Autobahnbrücke wird gerne als Parkplatz genutzt“, sagt Bayer.

Ein besonderes Ärgernis stelle die Benutzung des Fußwegs Gründgens-/Panzerstraße dar. „Es ist unglaublich, aber auch dort ist eine rege ‚Abkürzung‘ festzustellen. Reifenabdrücke bezeugen, dass Fahrzeuge den Fußweg nutzen“, sagt Bayer. Die CDU fordert bauliche Maßnahmen, um das zu verhindern, beispielsweise Findlinge oder Poller, die die Autos am Durchfahren hindern.

Bezirksbeirat Die Vaihinger Bezirksbeiräte treffen sich am Dienstag, 21. März, zur öffentlichen Sitzung. Beginn ist um 18 Uhr in der Alten Kelter, Kelterberg 5.

Redaktion Vaihingen

Ansprechpartner
Rüdiger Ott und Alexandra Kratz
vaihingen@stz.zgs.de

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