Vaihinger Gespräche Gespräche über Wege aus der Wachstumsfalle

Von Rüdiger Ott 

In den Vaihinger Gesprächen geht es unter anderem um Geld, Zinsen und eine gerechtere Wirtschaftsordnung. Foto: dpa
In den Vaihinger Gesprächen geht es unter anderem um Geld, Zinsen und eine gerechtere Wirtschaftsordnung.Foto: dpa

Die Initiative Vaihingen Ökologisch Sozial, kurz VÖS, will mit einer Veranstaltungsreihe Alternativen jenseits des Kapitalismus erörtern. Dazu lädt die Gruppe zu mehreren Vaihinger Gesprächen.

Vaihingen - Es geht darum, die sozialen Aspekte unseres Handels mehr in den Vordergrund zu stellen“, sagt Reinhard König von der Initiative Vaihingen Ökologisch Sozial. „Es geht auch darum, von unserer jetzigen Denkstruktur wegzukommen.“ Schließlich gebe es Alternativen zu den herkömmlichen Entwicklungs- und Wohlstandsmodellen jenseits des Kapitalismus. Aus diesem Grund hat die Gruppe eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Vaihinger Gespräche – Wege aus der Wachstumsfalle“ ins Leben gerufen.

Die Reihe besteht aus vier Diskussionsrunden mit Gesprächspartnern, die abseits der Mehrheit ihre eigene Meinung vertreten. So wird am Freitag, 29. Januar, Bernd Villhauer um 19 Uhr in der Alten Kelter, Kelterberg 5, vorbeischauen. Villhauer ist Geschäftsführer des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen. Dessen Ziel ist es, moralisches Handeln in der globalen Wirtschaft und den Dialog der Kulturen zu fördern. Zusammen mit Thomas Adler, dem Vorsitzenden der Fraktionsgemeinschaft SÖS-Linke-Plus im Stuttgarter Gemeinderat, will er dann über das Thema Wohnen diskutieren.

Am Freitag, 19. Februar, wird es zur gleichen Uhrzeit und am selben Ort „um das Thema Finanzen gehen“, sagt König. Zu Gast sein wird Helmut Rau von der Initiative für natürliche Wirtschaftsordnung, die sich für eine Abkehr vom ständigen Wirtschaftswachstum einsetzt und eine Geldreform fordert, die das Halten von Banknoten mit einem Strafzins belegt. Außerdem wird Rudolf Mehl von der Gruppe Christen für gerechte Wirtschaftsordnung vor Ort sein. Deren Leitspruch lautet „damit Geld dient und nicht regiert“.

Am Dienstag, 15. März, wird Nico Paech zu den Vaihinger Gesprächen kommen. Der Professor fordert als Vertreter der Postwachstumsökonomie unter anderem eine 20-Stunden-Woche, wiederverwertbare Produkte und einen Rückbau von Autobahnen und Flughäfen, um der Konsumverstopfung zu entgehen. Die Diskussion beginnt um 19 Uhr im Häussler-Bürgerforum am Schwabenplatz 7.

Den Abschluss macht eine Veranstaltung am Freitag, 15. April, wieder um 19 Uhr und wieder in der Alten Kelter. Die Gesprächspartner für diesen Abend stehen noch nicht fest.

Redaktion Vaihingen

Ansprechpartner
Rüdiger Ott und Alexandra Kratz
vaihingen@stz.zgs.de

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