Leser Hariolf Schmid aus Schwäbisch Gmünd erfreut uns mit einer Schulanekdote: "Während des Zweiten Weltkriegs hatte eine knapp 20 Jahre alte Lehrerin nach einer Schnellbleiche an der ,Hochschule für Lehrerbildung' in Esslingen ihre erste Stelle an einer einklassigen Volksschule auf der Münsinger Alb angetreten. Während die Schüler der Unterstufe mit schriftlicher Arbeit beschäftigt waren, erklärte sie den älteren im Naturkundeunterricht, dass Tiger wie unsere Hauskatzen zur Familie der Katzen gehören. Darauf meldete sich einer der immer mithörenden Unterklässler spontan und lauthals: ,Des glaub i it!' - und begründete seinen Einwurf auf Nachfrage: ,A Tiger frisst doch a Katz!'
Die junge Lehrerin erwiderte (ob pädagogisch klug, sei dahingestellt): ,Es gibt doch auch Menschenfresser.' Darauf der muntere Unterklässler voller Überlegenheit: ,Narr, dia ganget anand doch gär it ens Maul nei!' Die Geschichte hat sich tatsächlich in diesem Wortlaut ereignet; die damals junge Lehrerin war meine Schwester."
Der Spruch des Wochenendes kommt von Leser Erich Weismann aus Stuttgart: "I kenn meine Vögel an de Fedra."
Schreiben Sie uns: Zentralredaktion, Postfach 104452, 70039 Stuttgart, Stichwort: Schwäbisch, Fax: 0711/7205-7309; E-Mail: land@stn.zgs.de