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Union alarmiert Sehnsucht nach Sarrazin-Partei

Claudia Lepping, Berliner Redaktion, vom 09.09.2010 18:05 Uhr

Berlin - Nach Erhebungen des Meinungsforschungsinstituts Emnid sympathisieren fast 20 Prozent der Wahlberechtigtigten in Deutschland mit einer rechten Partei, die weder extrem noch fremdenfeindlich ist, aber deutlich rechts von der aktuellen CDU steht.

In einem Beitrag für unsere Zeitung schreibt Emnid-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner: "Sie wollen eine Partei, die den normalen Familien Anerkennung einräumt, für die Energie nicht nur grün ist - und in der Ausländerpolitik die Sarrazinsche Forderung nach Bringschuld einklagt. Eine Partei, die eine gutmenschliche Politik ablehnt, bei der sich der Staat in alles einmischt." Nie waren Union-Anhänger politisch heimatloser, so Schöppner.

Der innenpolitische Sprecher der Union, der CSU-Politiker Hans-Peter Uhl, sagte unserer Zeitung dazu: "Diese Stimmung ist unverkennbar da. Wir müssen uns gesellschaftspolitisch neu ordnen, wenn sich jene, die sich konservativ, bürgerlich und liberalen empfinden, bei uns nicht mehr wohl fühlen."

Partei käme wohl locker auf 5 Prozent

Auch CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach ist der Meinung, dass eine Partei, "die bürgerlich-konservativ ist und den notwendigen Sicherheitsabstand zu rechtsradikalen Parteien hält", locker über 5 Prozent käme und sogar ein zweistelliges Ergebnis erzielen könne: "Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass bekannte und populäre Persönlichkeiten diese Partei führen würden - und die sehe ich weit und breit nicht."

Der Historiker Paul Nolte ist sich sicher: "Die Entstehung einer neuen Rechten ist sehr unwahrscheinlich." Es gäbe zwar ein Unzufriedenheits- und Protestpotenzial, "aber in welche programmatische und regierungsfähige Politik das gegossen werden könnte, ist ganz unklar."

 

Kommentare (31)
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SEP
20
18:42 Uhr, geschrieben von Dieter Machmüller
Die meisten die hier gegen die Thesen Sarrazins schreiben sind aufgrund
mangelnden Informations- und Wissensstandes kaum geeignet sich hierzu zu Wort zu melden. Die meisten dürften auch heute noch nicht auch nur einen Satz gelesen haben, weil das Buch noch bis min. Ende Oktober vergriffen ist. Sie wissen also nicht was da steht. Können also nur das kommentieren was an Thesen vorab in BILD und Spiegel veröffentlicht wurde. Und diese Kommentare werden dann abgefasst in totaler Unkenntnis der Kernthese: der Islam ist das Problem... Das schreibt nicht nur Sarrazin sondern ist auch These von Giordano, Broder, Kelek, Cileli, Hirsi und anderen Muslimen, Ex-Muslimen und Nicht-Muslimen. Diese Wissen um die Problematik mit dem Islam im allgemeinen und in dem speziellen deutschen bzw. Türkisch-Deutsch-Muslimischen Fall. Fair beurteilen kann man die Thesen Sarrazins eh nur wenn man wenigstens ansatzweise weiss was Koran, Sunnah und Hadithen sind und was drin steht und wie das was drin steht von Muslimen gedeutet und gehandhabt wird. Und zwar nicht nur hier, sondern weltweit! Nur wenn man das im Hinterkopf hat und die Problematik mit diesen muslimischen Migranten (nichtmuslimische Migranten kennen diese Probleme nicht) tagtäglich hört und sieht (sei es als einfacher Mitbürger, als Lehrer in Problemkiezen, Polizist, Richter oder Staatsanwalt, Amtsmensch usw. ) sollte man mitreden. D.h.die allermeisten Gutmenschen die hier gegen Sarrazin schreiben haben keinerlei Argumente für Ihre abstruse Antihaltung sondern arbeiten mit antrainierten Reflexen wie der Selbstverleugnung bis zum abwinken, dem Wedeln mit der Nazikeule (jeder der nicht meiner Meinung ist muss ein Nazi sein....), Internationalismus bis zur Hirnerweichung (kommt her Völker der Welt, Deutschland wird euch retten und am Leben erhalten...). Diese Gutmenschen sind wie wir jetzt Wissen (dank Sarrazin) eine absolute Minderheit... Sie sprechen also nicht für die breite Mehrheit sondern nur für sich und mit sich! Wenn aber jetzt die Meinungsmacher und Gutmenschen hergehen und meinen Sie könnten es sich leisten die Mehrheitsmeinung folgenlos zu ignorieren haben Sie sich getäuscht: auch hier in Deutschland ist ein Wilders möglich und nötig! Und mitnichten müsste eine solche Partei dem rechten Parteienspektrum angehören könnte durchaus eine Art Ur-SPD sein! Die Zustimmungsraten innnerhalb der SPD-Wählerschaft zu den Thesen Sarrazins reicht dafür dreimal! Selbst bei den Grünen erreicht die Zustimmung immer noch satte 39%. Dann würde die SPD wohl an der 10% Grenze zur Einstelligkeit herumkrebsen...
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SEP
14
15:32 Uhr, geschrieben von Nachdenker
Die neue Partei der Heimatlosen - Chefideologe Sarrazin
Da rumpelt die schöne Maske endgültig vom Gesicht! Ausgerechnet jetzt, da landauf landab von einer neuen konservativen Partei salbadert wird, deren geistigen Vorsitz der Chefideologe Sarrazin innehaben soll, kann sich Erika Steinbach, Präsidentin der Berufsvertriebenen, eine neue Partei vorstellen. Inspieriert wurde sie anscheinend von jenen, die sie für ihre Äußerungen zur Mobilmachung Polens schalten. Von jenen, die aus der Vertriebenenpräsidentin gerne eine vertriebene Präsidentin gemacht hätten. Unverstanden, jetzt auch in der CDU heimatlos geworden, giert Steinbach nach einer neuen politischen Heimat. Die “Töne der linken Schickeria” will sie dort nicht mehr vernehmen. Die vorsitzende Lobbyistin für Vermögensansprüche im Ausland, sie kalkuliert genau, mit wem sie ihre Interessen durchsetzen kann und mit wem nicht. Sarrazin und seine Hilfslehrer aus der INSM und noch weitere mit haarsträubendem Weltbild: das sind Burschen, mit denen auch zurückgeschossen werden kann!
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SEP
14
13:58 Uhr, geschrieben von Wolfgang Schatz
Neue Partei
Wenn ich die 28 Kommentare hier lese, wird mir eines klar: Für die allermeisten aufrechten Linken oder Grünen sind Sozialdemokraten schon Nazis. Dabei kann man davon ausgehen, daß die meisten überhaupt gar nicht wissen was das überhaupt ist. Ich kenne viele Linke und Grüne und muß sagen, daß die allermeisten in der Schule beim Geschichtsunterricht entweder auf dem Klo gehockt haben oder erst gar nicht da waren. Echte Allgemeinbildung oder zumindest ansatzweise etwas Geschichtskenntnisse habe ich bei keinem ange- troffen, was aber eigentlich überhaupt nicht zu ihrer enormen Arroganz und maßlosen Eingebildetheit passt. Mein Großvater pflegte immer zu sagen: "Je dümmer, desto frecher".
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