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Sindelfingen - Bei einem Verkehrsunfall am Mittwochabend sind auf der Bundesstraße 464 kurz vor der Anschlussstelle Maichingen-Süd zwei Autofahrerinnen ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich um 19.17 Uhr. Eine 30 Jahre alte Frau aus Renningen hatte laut der Polizei mit ihrem Nissan von Böblingen kommend kurz hinter der Anschlussstelle Sindelfingen zum Überholen angesetzt und war frontal gegen das Auto einer 43 Jahre alten Renningerin geprallt. Die beiden Fahrerinnen erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.
Nach der Kollision sprangen Autofahrer aus ihren Wagen und kümmerten sich um die beiden Fahrerinnen. „Sie haben die Schwerverletzten zunächst aus ihren Fahrzeugen geborgen“, berichtete der Kommandant der Sindelfinger Feuerwehr, Wolfgang Finkbeiner. Als er an der Unfallstelle angekommen war, bot sich ihm ein Bild des Grauens. „Es war ein Trümmerfeld. Überall lagen Autoteile. Das Fahrzeug der älteren Frau hing auf der Leitplanke und brannte“, sagte Finkbeiner. Neben und hinter dem brennenden Autowrack hätten die beiden Schwerverletzten gelegen. „Autofahrer versuchten, die beiden Frauen zu reanimieren“.
Herzdruckmassagen und andere Maßnahmen halfen nicht
Die 43 Jahre alte Frau konnte erst in der Nacht identifiziert werden, weil ihre Autoschilder nicht mehr lesbar waren. Sie hinterlässt laut der Polizei drei Kinder. Die Polizei sperrte zweieinhalb Stunden lang die Bundesstraße in beide Richtungen und nahm die Ermittlungen auf. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen. „Er soll klären, mit welcher Geschwindigkeit die30-Jährige gefahren ist und vor allem, weshalb sie den Überholvorgang nicht abgebrochen hat, als sie sah, dass ihr ein Auto entgegenkam “, sagte der Böblinger Polizeisprecher Frank Natterer.
Welche Bremsmanöver hat es gegeben?
Eine Frage sei auch, ob es vor der Kollision Bremsmanöver gegeben habe oder ob eine der Fahrerinnen noch versucht habe auszuweichen. Es sei auch der Fahrer des Wagens vernommen worden, den die Unfallverursacherin habe überholen wollen. Über dessen Aussagen machte Frank Natterer jedoch keine Angaben, ebenso wenig über dessen Identität. Die Ermittlungen über den Unfallhergang seien noch in vollem Gange, begründet er dies. An den beiden Wagen entstand ein Sachschaden in Höhe von 18 000 Euro.