Übergriffe am Hauptbahnhof in Köln Jens Spahn fordert #aufschrei

Von red/dpa 

Die Übergriffe fanden am Kölner Hauptbahnhof statt. Foto: dpa
Die Übergriffe fanden am Kölner Hauptbahnhof statt.Foto: dpa

Nach den Übergriffen auf Dutzende Frauen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht hat CDU-Politiker Jens Spahn einen gesellschaftlichen Aufschrei gefordert. Derweil hat auch die Hamburger Polizei wegen ähnlicher Vorfälle Ermittlungen aufgenommen.

Berlin - Der CDU-Politiker Jens Spahn hat nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht rund um den Kölner Hauptbahnhof einen erneuten gesellschaftlichen „Aufschrei“ gefordert. „Wo ist eigentlich d #aufschrei, wenn es wirklich einen braucht? Bei Dirndlwitzen lautstarke Helden überall, jetzt aber betretenes Schweigen“, twitterte Spahn am Dienstag.

Mit dem Hashtag #Aufschrei berichteten vor rund zwei Jahren Internetnutzer von Sexismus-Erfahrungen und Belästigungen im Alltag. Ausgelöst hatte die Debatte damals eine Dirndl-Bemerkung des FDP-Politikers Rainer Brüderle zu einer Journalistin.

 

Bundesjustizminister Heiko Maas meldete sich auf Twitter ebenfalls zu Wort und sprach von „abscheulichen Übergriffen“: „Alle Täter müssen konsequent zur Rechenschaft gezogen werden“, schrieb er.

 

Nach Polizei-Angaben hatten sich am Silvesterabend auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln rund 1000 Männer versammelt, die „dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum“ stammen. Aus der Menge bildeten sich den Ermittlungen zufolge Gruppen von mehreren Männern, die Frauen umzingelten, bedrängten und ausraubten.

Ermittlungen in Hamburg

Auch die Polizei in Hamburg ermittelt wegen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht. Die Opfer seien jeweils von mehreren Männern an der Reeperbahn umringt und an der Brust oder im Intimbereich angefasst worden, sagte Polizeisprecher Holger Vehren am Dienstag. Zugleich hätten ihnen die Täter Handys, Papiere und Geld weggenommen. Es gehe um neun Fälle von sexueller Belästigung, Raub und räuberischem Diebstahl. Die Täter sollen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren gewesen sein. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Vehren zeigte sich optimistisch: In der Tatzeit zwischen 1 und 3 Uhr am Neujahrsmorgen hätten die zahlreichen Feiernden auf der Reeperbahn sicherlich viele Fotos gemacht. 

Der Polizei in Berlin sind keine massiven Übergriffe auf Frauen wie in Köln bekannt.

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