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Tunnelbau Bestandsaufnahme bei Rissen beginnt

Konstantin Schwarz, vom 19.08.2010 18:55 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - Kommenden Dienstag öffnet die Bahn die Angebote der Tunnelbauer, die den bei Stuttgart 21 geplanten Tiefbahnhof mit dem Flughafen und der Strecke in Obertürkheim verbinden wollen. Die Röhren werden teils knapp unter Häusern gegraben. Kommt es zu Setzungen und Rissen, muss die DB entschädigen.

2011 will der Schienenkonzern den zum Flughafen führenden, 9,5 Kilometer langen Fildertunnel beginnen. Ein Jahr später sollen die vom Fildertunnel abzweigenden, 5,7 Kilometer langen Röhren nach Ober- und Untertürkheim im Bau sein. Die Kosten sind so gewaltig wie die ingenieurtechnischen Herausforderungen im quellfähigen Gipskeuper. Der Fildertunnel ist samt komplexer Technik mit 754 Millionen Euro veranschlagt, die Röhren ins Neckartal liegen in einer ähnlichen Größenordnung.

Um die neue Bahn-Infrastruktur in der Landeshauptstadt und weiter bis Ulm bauen zu können, muss die DB nicht nur 3000 Grundstücke kaufen und für weitere 3000 Unterquerungs- oder Überfahrrechte in Grundbücher eintragen lassen. Sie muss in Stuttgart auch für rund 600 Häuser eine aufwendige Beweissicherung betreiben.

Dabei wird jedes Bauwerk, das in geringer Höhe über den geplanten Tunneln steht, erfasst und sein Zustand vor dem Beginn der Grabungsarbeiten dokumentiert. Welche Häuser betroffen sind wurde bereits in der Planfeststellung (Baugenehmigung) vor einigen Jahren festgeschrieben. In "begründeten Einzelfällen" könnten auf Antrag der Eigentümer weiter Immobilien aufgenommen, die außerhalb der definierten Grenzen liegen, aufgenommen werden, sagt eine Bahn-Sprecherin auf Anfrage. Wessen Wohnzimmer aber zum Beispiel in Degerloch 200 Meter Gestein von den Röhren trennt, wird kaum Chancen haben.

Kommentare (16)
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AUG
21
20:16 Uhr, geschrieben von Anwohner
Nur mal überlegen
Liebe Stuttgarterin, was wäre alles nicht gemacht und nicht gebaut worden, wenn man jeden Betroffenen gefragt hätte, ob er dafür ist. Das berühmte Sankt-Floriansprinzip würde alles verhindern. Wäre dann die Welt besser? Wenn hier lauter derzeitige Bahn- Experten unserem Land, unserer Demokratie und seinen Menschen die Fähigkeit absprechen so ein Projekt zu planen und ordentlich durchzuziehen, dann ist das mehr als ein Protest. Dann ist das eigentlich ein Grund auszuwandern in eine andere Republik.
AUG
20
12:26 Uhr, geschrieben von Eine Stuttgarterin
Ich bin mal gespannt, ob es zensiert wird!!
Am Dienstag eröffnet die Stadt Stuttgart die Angebote der Tunnelbauer! ----ich hoffe für UNS ALLE, dass den Zuschlag nicht der billigste Anbieter bekommt! Es ist LEIDER gesetzl. so festgelegt, dass städtische Ausschreibungen ab einer gewissen Summe, öffentlich (Landesweit) ausgeschrieben werden müssen. Das heisst, dass Angebote aus ganz Deutschland eintrudeln werden. Die Stadt ist verpflichtet den günstigsten Anbieter zu beauftragen. Eine hohe Qualität, die bei diesem Projekt ein absolutes Muss sein sollte, bleibt hier auf der Strecke. Ich frage mich so oft, warum können wir Bürger in Deutschland nicht MITBESTIMMEN! Also einen richtigen Volksentscheid, der auch akzeptiert wird. Warum müssen wir uns immer mit ALLEM abfinden, was die Politiker etc. "für unser aller Wohl" planen und umsetzen? Warum werden wir für DUMM verkauft? Ich bin einfach von ALLEN Politikern etc. dermaßen enttäuscht,dass mir einfach die Worte fehlen. " HOFFENTLICH " können die Verantwortlichen gut schlafen, wenn es zu den ersten Erdrutschen, vielleicht sogar Todesfällen ( siehe Köln ) kommt. Leider bringt unsere Schreiberei GAR NICHTS, weil DAS die Verantwortlichen überhaupt nicht interessiert und somit auch nicht lesen!
AUG
20
12:05 Uhr, geschrieben von Kellerkind
Bravo!
Da melden sich ja wieder eine ganze Menge baulicher Experten zu Wort und erzählen über Dinge von denen Sie nichts verstehen. Wenn man den Argumenten einiger S21-Gegner hier folgt, dürfte überhaupt nichts mehr gebaut werden. Und das in einem Land, dass gerade auch im Bausektor zu den anspruchsvollsten zählt. Aber wer hier so groß gegen den Tunnelbau und die Gefahr vorm Versinken Stuttgartts tönt, kann ja gerne nach Köln auswandern. Die suchen noch nach Experten, die erklären könne warum das Archiv wirklich eingestürzt ist - und nein der fehlende Baustahl war nicht der Grund...
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