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Stuttgart - Großer Auftritt für Deutschlands legendären Einschlafhelfer: Das Sandmännchen ist seit Samstag Kinostar. Wenige Monate nach seinem 50. Geburtstag (November 1959) hat der kleine Fernsehstar mit dem schlohweißen Ziegenbart beim Internationalen Trickfilmfestival in Stuttgart die Kinoleinwand erobert. Das rund 80 Minuten lange Abenteuer "Das Sandmännchen - Abenteuer im Traumland" - das allerdings erst am 30. September bundesweit in den Kinos zu sehen sein wird - feierte seine Uraufführung. Das kindliche Premierenpublikum quittierte sie mit langem Applaus.
Die Geschichte ist in der für das Sandmännchen typischen Stop- Motion-Technik umgesetzt, die in eine reale Rahmenhandlung eingebettet ist. Es herrscht große Aufregung im Traumland: Dem Sandmännchen (Stimme: Volker Lechtenbrink) wurde der Traumsand gestohlen! Dahinter steckt der Fiesling Habumar (Ilja Richter), der allen Menschen schlechte Träume bringen will. Der Sandmann, das Schlafschaf Nepomuk und der kleine, schüchterne Miko ziehen los, um die Träume zu retten. Erst als sich die Spannung legt, beruhigt Anke Engelke die Zuschauer mit einem Schlaflied.
Am 22. November 1959 flimmerte das Sandmännchen erstmals über die Bildschirme in der DDR - acht Tage früher als die West-Variante. Es soll sogar einen kleinen Wettlauf der Systeme gegeben haben, nachdem die DDR-Filmemacher die älteren Sandmännchen-Pläne aus dem Westen spitz bekamen. Gut 30 Jahre gab es zwei Sandmännchen. Mit der Wiedervereinigung verdrängte der "Ossi" den "Wessi". Im Gegensatz zur eingestellten West-Variante war der Ost-Sandmann ja auch schon im Weltall: Sigmund Jähn, erster Deutscher im Weltraum, soll der Legende nach eine Sandmann-Puppe mit im All gehabt haben. Und jetzt ist der Sandmann auch noch Kinostar.