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Tier steckte in Altkleidersack Stuttgart-Wangen: Katze vor dem sicheren Tod bewahrt

Theresa Schäfer, 23.01.2013 16:30 Uhr
Der Mitarbeiter einer Verwertungsfirma in Wangen findet eine Katze in einem Altkleidersack. Alles deutet darauf hin, dass das Tier absichtlich dort hinein gesteckt wurde. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt.

Stuttgart - Ein Arbeiter einer Verwertungsfirma hat am Mittwochnachmittag in Stuttgart-Wangen eine Katze aus einer lebensbedrohlichen Lage befreit. Das Tier habe in einem der Altkleidersäcke gesteckt, die in der Lagerhalle am Viehwasen gesammelt werden, sagte ein Polizeisprecher. Mit jämmerlichem Maunzen machte die Katze den Mann auf sich aufmerksam, der das Tier aus seinem Gefängnis befreite.

Alles deute darauf hin, dass das Tier mutwillig in den Sack gesteckt wurde. In dem Sack mit vielen Kleidern befand sich eine weitere zugebundene Tüte, in dem die Katze steckte. Der Altkleidersack stammt, das ist schon mal klar, aus einem Sammelcontainer an der Öhringer Straße in Wendlingen im Kreis Esslingen. Wie lang die Katze diesem Martyrium ausgesetzt war, ist aber noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen Unbekannt.

Katze muss in Tierklinik behandelt werden

Lothar Hubl vom Tiernotdienst der Stadt kümmerte sich nach ihrer Befreiung um die graue Katze mit den gelben Augen, die von ihrem unfreiwilligen Aufenthalt in dem Altkleidersack noch etwas mitgenommen war: "Die Katze war völlig entkräftet, verkrustet und verschmiert", so der Polizeisprecher weiter. "Wäre sie nicht gefunden worden, hätte sie vermutlich nicht überlebt." Möglicherweise handelt es sich bei dem Stubentiger um eine reinrassige Perserkatze.

Das Tier, ob Kater oder Katze ist noch nicht geklärt, kam zunächst in eine Tierklinik. Hier soll sie sich erholen und medizinisch betreut werden, bevor sie dann in den nächsten Tagen ins Tierheim in Botnang umzieht.

Zeugen, die die Katze zu kennen glauben oder sonstige Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0711/8990-3900 bei der Hundeführerstaffel zu melden.

 
 
Kommentare (3)
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Snowman Ist schon länger als 1 Jahr her
Diesem Gesellen sollte auf immer und ewig verboten werden ein Tier zu halten. Schade, dass man das wohl kaum kontrollieren kann. Es ist einfach unfassbar zu welchen Grausamkeiten manche Menschen scheinbar in der Lage sind.
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Kumari Ist schon länger als 1 Jahr her
Some people are truly evil. God damn the soul of the person who did this to an innocent animal. This person deserves the most severe punishmnet. I hope the police find the culprit and justice is done.
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Susanne Ist schon länger als 1 Jahr her
Unfassbar! Mit arglosen, hilflosen Tieren so umzugehen. Hoffentlich wird dieser Unmensch gefasst und bekommt eine saftige Strafe für vorsätzliche Tierquälerei.
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