Thema des Jahres Turbo für die Waldau

Kein Autorenname vorhanden, 18.12.2012 10:34 Uhr

Degerloch - Im Jahr 1994 gab es die ersten freien Parlamentswahlen in Kasachstan, Michael Schumacher wurde erster deutscher Formel-1-Weltmeister, Kurt Cobain, der Sänger der Band Nirvana, beging Selbstmord. Und die Stadt Stuttgart führte erstmals Gespräche zur Umgestaltung des Sport-und Erholungsgebietes Waldau. 2003 wurde ein Masterplan erarbeitet, der sich jedoch als viel zu teuer herausstellte. Fast zwei Jahrzehnte später wurde es dann in diesem Jahr konkret: Auf der Waldau wird etwas passieren, und zwar in gar nicht allzu ferner Zeit.

Zwischen Januar und April trafen sich Mitglieder von Sportvereinen und der Stadtverwaltung, Lokalpolitiker, Anwohner und interessierte Bürger viermal zu einer Planungswerkstatt, um Ideen zu sammeln, wie man die Waldau aufwerten kann. Das Gebiet unterm Fernsehturm ist ein Flickenteppich aus vielen Einbahnstraßen und Vereinsgeländen, gepaart mit schlechter Beschilderung und einer schwierigen Parksituation bei viel Verkehr.

Zwei Konzepte entstanden schließlich aus jener Planungswerkstatt. Fast alle Vorschläge wurden in Kompromisse eingeflochten. Bürger wie Lokalpolitiker waren begeistert von der Chance zur Beteiligung. Lediglich eines war allen klar: Bis die Planungen umgesetzt werden können, würden Jahre vergehen. Denn Geld war im Gegensatz zu Ideen keines vorhanden.

Das Ergebnis ist bunt und zackig

Dann kam das blaue Wunder wie gerufen. Der Aufstieg der Stuttgarter Kickers brachte einige Voraussetzungen mit sich, die der Verein als Drittligist mit seinem Stadion erfüllen muss. Laut den Statuten des Deutschen Fußball-Bundes muss sich etwa die Sitzplatzzahl von bisher 1000 verdoppeln. Für zwölf Millionen Euro soll deshalb eine neue Haupttribüne gebaut werden. Zudem ist ein neues Fluchtwegekonzept nötig.

Der in der Planungswerkstatt ausgedachte Festplatz zwischen dem Stadion und der Stadtbahnhaltestelle Waldau passte gut zu diesen Vorhaben. Die Fläche für den Platz könne zunächst als Baulogistikfläche dienen, erklärte die Stadt. Später würden der Platz und die neuen Wege Teil des Fluchtwegekonzepts sein.

Also hieß es im September wieder Bürgerbeteiligung. Interessierte durften sich an zwei Terminen an der Gestaltung des zentralen Platzes beteiligen. Das Ergebnis ist bunt und zackig. Farbig markierte Wege sollen der Orientierung auf die Sprünge helfen und die Wege durchgängiger wirken lassen. Der Platz soll unter anderem mit Wasserspielen und Sitzgelegenheiten aufgewertet werden. Bis zum Frühjahr 2013 sollen die Bauarbeiten ausgeschrieben sein. Dann könnte es 2014 losgehen.

 
 
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