Thales-Standort in Ditzingen Die Polit-Prominenz gratuliert

Von Franziska Kleiner 

Konzernchef Jean-Bernard Lévy im Gespräch mit Botschafter Philippe Etienne und    Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (v. li.) Foto: FACTUM-WEISE
Konzernchef Jean-Bernard Lévy im Gespräch mit Botschafter Philippe Etienne und Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (v. li.)Foto: FACTUM-WEISE

Die Deutschlandzentrale des Technologiekonzerns Thales in Ditzingen ist am Montag offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Der französische Botschafter betonte dabei vor zahlriechen Gästen aus Politik und Wirtschaft die renzübergreifende Kooperation.

Die Deutschlandzentrale des Technologiekonzerns Thales in Ditzingen ist am Montag offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Der französische Botschafter betonte dabei vor zahlriechen Gästen aus Politik und Wirtschaft die renzübergreifende Kooperation.

Ditzingen - Peter Obermark, der Chef von Thales Deutschland, nennt die offizielle Inbetriebnahme der Deutschlandzentrale von Thales einen „denkwürdigen Tag“, Konzernchef Jean-Bernard Lévy spricht von einer langfristigen Investition „in die Zukunft des ganzen Unternehmens“ und der Finanz- und Wirtschaftsminister des Landes, Nils Schmid (SPD), von einem „schönen Bekenntnis zum Land“, angesichts der Wertschöpfung von 75 Prozent.

Rund 130 Gäste aus Politik und Wirtschaft waren am Montag anlässlich der Fertigstellung der neuen Deutschlandzentrale nach Ditzingen gekommen. Der Gebäudekomplex war in rund zweijähriger Bauzeit erstellt worden. Mittelfristig arbeiten dort 1800 Beschäftigte. „Wir versprechen uns durch diesen Schritt als Industrieunternehmen starke Synergien, Standortvorteile im Hinblick auf unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit für unsere zukünftige Unternehmensentwicklung“, benannte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Peter Obermark, die Ziele der Landesorganisation. Der Konzernchef Jean-Bernard Lévy erklärte ihren Stellenwert für das Unternehmen: „Sie ist nach Frankreich und Großbritannien nicht nur die drittgrößte nationale Organisation im Konzern, sie ist vielmehr wegen ihrer technologischen Kompetenz für uns sehr wichtig für unsere globale Strategie.“ Der stellvertretende Ministerpräsident des Landes, Nils Schmid, betonte die Bedeutung der Firma für das Land: „Mit jährlich mehreren hundert neuen Patenten, einem hohen Wertschöpfungsanteil und hoch qualifizierten Arbeitnehmern passt Thales gut in das Land der Tüftler und Denker.“ Der französische Botschafter in Berlin, Philippe Etienne, weitete indes den Blick über die nationalen Grenzen hinaus. Die Firma trage maßgeblich zu einer engen Zusammenarbeit bei. Es habe eine „Brücke zwischen den Ländern und den unterschiedlichen Wirtschaftskulturen geschlagen“.

Für die neue Zentrale in Ditzingen waren 85 000 Kubikmeter Erde – zum Großteil bester landwirtschaftlich Boden – bewegt und 35 000 Kubikmeter Beton verarbeitet worden. Der Bauherr ist der Projektentwickler Fom Real Estate, Thales hat sich langfristig eingemietet. Der Ditzinger OB Michael Makurath erinnerte an die „bewusste Entscheidung“ von Verwaltung und Gemeinderat für die Ansiedlung des Unternehmens an einem bereits verdichteten, gleichermaßen landwirtschaftlich hochwertigen Standort. Er lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, zumal ein Projekt dieser Größe nicht ohne Widerstände realisiert werden könne. In Anwesenheit der Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller warb er erneut für den zweiten Autobahnanschluss, „um attraktiv zu bleiben“. Eine Spitze gegen den Nachbarn und erklärten Projektgegner Gerlingen konnte er sich freilich nicht verkneifen. Thales liegt im Gewann Gerlinger Höhe. „Dafür kann ich nichts“, so der OB, „es ist aber auf Ditzinger Gemarkung.“

Die deutsche Landesorganisation des französischen Technologiekonzerns bündelt drei seiner bisher zehn Standorte in Deutschland, nämlich Stuttgart, Pforzheim und Korntal-Münchingen. In Korntal-Münchingen wurde etwa der ADS-B-Transponder entwickelt, mit dem Fluglotsen den Flugverkehr überwachen. In Stuttgart wurde ein Zugsicherungssystem entwickelt, das für einen barrierefreien Schienenverkehr über Nationalgrenzen hinweg sorgen soll. Und in Pforzheim wurde ein Bodenüberwachungsradar für militärische Anwendungen entwickelt und gebaut.

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