Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren
Artikel bewerten [0.00/0]

Terror-Alarm Keine Flüge aus dem Jemen

Claudia Lepping, vom 01.11.2010 19:10 Uhr

Berlin - Am Montag stellte Deutschland sämtliche Fracht- und Linienflüge aus dem Jemen ein. Die jemenitische Luftfahrtgesellschaft Yemenia, die Deutschland anfliegt, kann zunächst keine Flüge nach Deutschland mehr abwickeln. Ihr sei "bis auf weiteres die Landeerlaubnis entzogen" worden, hieß es. Es werde untersucht, ob dieses Verbot, das vor allem Lieferungen mit den US-Logistikunternehmen UPS, FedEx, aber auch der deutschen DHL betreffe, auf "Fracht aus anderen Ländern" ausgedehnt werden solle, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Darüber hinaus will Berlin EU-weit schärfere Regeln für die Luftfracht durchsetzen.

Die Behörden sind nach dem jüngsten Terrorvorfall mit Paketbomben aus dem Jemen alarmiert. Sie waren mit Ziel Chicago aufgegeben worden. "Die Sprengwirkung wäre erheblich gewesen", hieß es aus Sicherheitskreisen in Berlin. Eine der zwei aufgespürten Bomben war als Luftfracht auf dem Flughafen Köln-Bonn umgeschlagen worden. Sie enthielt 400 Gramm Sprengstoff, versteckt im Farbtoner eines Laserdruckers.

Auf der Suche nach Sicherheitslücken

Das Bundesinnenministerium richtete einen Arbeitsstab ein, um Schwachstellen im Transport- und Überwachungssystem aufzudecken. Es gehe darum, eine Balance zwischen dem freien Warenverkehr und den Sicherheitsanforderung zu finden.

Der saudi-arabische Geheimdienst soll am Freitag das Bundeskriminalamt informiert haben. Die Warnung sei aber erst nachts um 2.40 Uhr in Deutschland eingetroffen, als die gefährliche Luftfracht auf dem Weg nach Großbritannien war.

Zugleich warnte das Bundesinnenministerium vor Panikmache. Die Gefahr des internationalen Terrorismus sei nicht konkret in Hinsicht auf Deutschland. Allerdings sei auch klar, dass trotz "hoher Kontrolldichte" eine 100-prozentige Sicherheit nicht erreichbar sei.

 

Kommentare (3)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentare schreiben
Anzeigen
NOV
03
10:19 Uhr, geschrieben von Wolfgang Schatz
Kommentar von V. Zentmeier.
Es ist völlig irrsinnig, daß gerade die Leute vom Sicherheits- und Wachpersonal diejenigen sind, die am schlechtesten von allen bezahlt werden. Überall öffnen in der Wach- und Sicherheitsbranche Sub- unternehmer, die ihren Arbeitern nicht mehr als sechs Euro netto die Stunde bezahlen. Den Leuten sieht man das auch an: Billigste Uniform, teilweise sehr ungepflegt, unfreundlich, rüpelhaft, mit großer Klappe und ohne große Lust. Vertrauen hat man zu denen nicht. Eigentlich müßte das Wach- und Sicherheitspersonal in der obersten Lohnzone liegen. Irgendwas läuft da aus dem Ruder...
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
0
Kommentar bewerten
NOV
02
11:49 Uhr, geschrieben von Wolfgang Schatz
Hass auf den Westen.
Das wird nichts nützen, die finden andere Wege. Vor allem auch weil wir, also der Westen, ihnen den Sprengstoff ja auch noch verkaufen. (Hat Lenin nicht mal gesagt "Die Kapitalisten verkaufen uns den Strick, mit dem wir sie eines Tages aufhängen werden"?) Der Hass auf den Westen, praktisch auf alle die anders sind als sie, ist grenzenlos: Alles was nicht 100%ig so ist wie sie, muß wegebombt werden. Übrigens steht in einer Auslegung des Korans: Allah hat den Koran einem Volk übergeben, welches in der Wüste lebte. Die Wüste muß ihm also sehr gefallen haben. Also muß die ganze Welt Wüste werden. Dafür müssen die Anhänger des Propethen sorgen...
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
0
Kommentar bewerten
NOV
02
10:32 Uhr, geschrieben von Volker Zentmaier
Sicherheit bei der Fracht = Katastrophal.......
Wenn Sicherheit Geld kostet, dann ist sie nicht mehr so wichtig! Dies war schon immer so und wird auch so bleiben. Das Bundesinnenministerium sollte aber genau die Sicherheit vorgeben die sie für ihre Regierungsmitglieder vorgibt. Klar ist , 100% ige Sicherheit gibt es nicht, aber müssen wir mit "Schurkenstaaten" unbedingt Handel betreiben? Und immer und überall ist die westliche Großmacht USA im Visier. Was haben die bloß " falsch gemacht ".
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
1
Kommentar bewerten
Ein Schnipsel zur Wahrheit
Ex-Innenminister Beckstein soll Inserat zur Anwerbung von verdeckten Mitarbeitern erklären.
Obamas Appalachen-Problem
Die Vorwahlen in der Partei waren für Obama ein Spaziergang. Bis auf einige Staaten im Süden.  

 

Anzeige
Nachrichtenticker
01:40   Trittin fordert Einstieg in Euro-Bonds - Drohung mit Fiskalpakt-Veto
01:40   EU-Gipfel sichert Griechenland weitere Hilfe zu
01:24   Hewlett-Packard setzt 27 000 Mitarbeiter vor die Tür
00:52   Merkel berät mit Oppositions-Spitzen über Fiskalpakt
00:45   Wieder Nachbeben in Italien
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Video
Interaktiv
  • Umfrage
Facebook IPO

Das Soziale Netzwerk Facebook startete mit 38 Dollar pro Aktie - und legte einen der schlechtesten Börsengänge der vergangenen Jahre hin.  Wie reagieren Sie darauf?

 
Mit Schadenfreude! Ist doch gut, wenn der Facebook-Hype abschwächt
Mit Verwunderung. Ich hätte nicht gedacht, dass die Aktie so abstürzt
Mit Verärgerung! Wie kann das sein? Facebook ist doch ein tolles Unternehmen
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Facebook
  • Foren
  • Twitter
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
 
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise