Teilsperrung der Unterländer Straße Baustelle sorgt wohl noch länger für Verdruss

Von Marta Popowska 

Wegen der   Doppelbaustelle kommt es zu beengten Straßenverhältnissen. Foto: Marta Popowska
Wegen der Doppelbaustelle kommt es zu beengten Straßenverhältnissen.Foto: Marta Popowska

Die Sperrung der Fahrbahn an der Unterländer Straße wird noch einige Wochen andauern. Sehr zum Ärger der Busfahrer und zahlreicher Fahrgäste – denn wegen falsch geparkten Autos kommt es immer wieder zu Staus und Verspätungen.

Zuffenhausen - Nein, mit Freuderufen hat keiner der Betroffenen und Beteiligten auf die schlechte Nachricht reagiert: Erneut wird die Dauer der Verengung an der Güglinger Straße um Wochen verlängert. Der obere Teil der Unterländer Straße ist damit weiterhin nur einspurig und in eine Richtung befahrbar. Problematisch bis ärgerlich bleibt die Situation für den umgeleiteten Busverkehr, für den es nicht immer vorangeht. Das liegt aber weniger an dem vorübergehend verändert geregelten Verkehr als vielmehr an gedankenlos abgestellten Autos im Parkverbot.

Immer wieder stecken die Knisel-Busse der Linie 401 fest. Ob nun in der Unterländer Straße, die im Bereich der Baustelle nur in Richtung Emil-Schuler-Platz befahrbar ist, oder in der Güglinger Straße, über die der Bus auf die Lothringer Straße umgeleitet wird. Die Schuld trifft Menschen, die ihre Autos entweder am Straßenrand oder in der Kurve von Güglinger zu Lothringer Straße im Parkverbot abstellen. Dann geht es weder vor noch zurück.

Ob nun gedankenlos geparkt oder mit einem „nur mal kurz“ im Sinn, spielt für Martin Watzlawik, Fahrdienstleiter beim Busunternehmer Knisel, keine Rolle. Denn was das in der Folge für alle Verkehrsteilnehmer bedeutet, zeigt sich in verärgerten Fahrgästen und genervten Autofahrern, die in der Unterländer Straße im Stau stecken bleiben. „Wir hatten auch schon Busse, die 50 Minuten standen“, sagt Watzlawik, der selbst auch Bus fährt. Wenigen sei bewusst, was das für einen Rattenschwanz nach sich ziehe. Erscheint der Falschparker nicht in kürzester Zeit, informieren die Fahrer das Büro. Dann wird die Polizei gerufen. „Bis die Beamten kommen, dauert es oft eine ganze Weile, denn die haben auch noch anderes zu tun“, weiß Watzlawik, der zugleich eine weitere Umleitung der nachfolgenden Busse veranlassen muss. „Das alles ist ein massiver organisatorischer Aufwand.“

Verärgerte Fahrgäste sind an der Tagesordnung. Die warten an den Haltestellen oft vergeblich auf den Bus und haben nicht einmal eine Orientierung, ob sie warten oder lieber laufen sollen. Denn digitale Anzeigen fehlen auf der Strecke. Fassungslos machen Watzlawik zudem die Reaktionen so mancher Falschparker: „Unsere Fahrer werden sogar beschimpft.“

Das mangelnde Bewusstsein vieler Autofahrer wundert auch Peter Koch von der Straßenverkehrsbehörde im Amt für öffentliche Ordnung. „Eigentlich muss sich das jedem erschließen, warum man da nicht parken soll“, sagt er. Die vorübergehende Regelung ist aus seiner Sicht nicht das Problem. „Wir müssen von der Rechtstreue der Verkehrsteilnehmer ausgehen“, sagt Koch. Wenn das nicht funktioniert, sei auch die Polizei gehalten, nach dem Rechten zu schauen. Dass der Bau um die Erweiterung des Hotels Bruy nun deutlich länger dauert, sei nicht abzusehen gewesen. „Auch wir gingen anfänglich von einer kurzen Bauzeit aus, doch das Unternehmen ist auf schwierigen Baugrund gestoßen“, erklärt Koch. Da könne man der Firma keinen Vorwurf machen, so der Mann von der Straßenverkehrsbehörde. Nach aktuellem Stand soll der Baukran an der Güglinger Straße bis zum 30. März abgebaut werden. Koch hofft dann zumindest in diesem Bereich auf bessere Platzbedingungen. Die einseitige Sperrung der Unterländer Straße soll aber noch bis Anfang Mai dauern.

Redaktion Zuffenhausen

Ansprechpartner
Bernd Zeyer
zuffenhausen@stz.zgs.de

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