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Tagebucheintrag Am Tag als der König starb

StN, vom 02.10.2011 18:17 Uhr
Bürgerkönig, König Wilhelm II. Foto: Archiv
Bürgerkönig, König Wilhelm II. Foto: Archiv
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Leserin Irene Gayer aus Nussdorf fügt der Reihe von Geschichten über den letzten schwäbischen König, Wilhelm II., eine weitere hinzu. "Mit Blick auf seinen 90. Todestag am 2. Oktober 2011 möchte ich Ihnen einen Auszug aus dem Tagebuch meines Vaters zusenden, der damals 16 Jahre alt war und in Stuttgart wohnte.

,2. Oktober 1921: Heute starb König Wilhelm II. von Württemberg, geboren am 25. Februar 1848. In Bebenhausen hat er, abgeschieden von der Welt, im herrlichen Schönbuch seit der Revolution gelebt. Die Teilnahme des Volkes ist allgemein groß. Im Karlsgymnasium haben wir für einen Kranz gesammelt (Lorbeer mit schwarz/roter Schleife: ,Ihrem König die Schüler des Karlsgymnasiums'). Am Donnerstag, den 6. Oktober, war eine kleine Gedenkfeier im Festsaal des Gymnasiums und auch in der Klasse. Um halb zehn Uhr hatten wir frei.

Mein Bruder und ich sind mit dem Rad nach Bebenhausen gefahren. Es war wirklich schön und ergreifend, obwohl der Sarg schon am Mittwochabend geschlossen worden war. Eine wahre Völkerwanderung entstand. 15 von 16 meiner Klassenkameraden waren da. Abends kehrten wir ohne Zwischenfall nach Stuttgart zurück. In Stuttgart war überall beflaggt (meist schwarz/rot oder ganz schwarz). Die Beerdigung fand am Freitagvormittag um 11 Uhr in Ludwigsburg auf dem Alten Friedhof statt.

Ich war nicht dabei, aber mein Vater und mein Bruder und drei weitere meiner Verwandten. Es muss ein sehr großes Gedränge, aber sehr schön gewesen sein. Am 11. Oktober war ich mit meiner Mutter am Grab des Königs, das sehr einfach ist (weißes Marmorkreuz)."'

Frau Gayer fügt aus heutiger Sicht hinzu: "Die Beliebtheit des Königs ist ja allgemein bekannt. Dass er auch 16-jährige Jugendliche noch beeindruckt hat, ist erstaunlich."

Der schwäbische Spruch des Wochenendes kommt von Leser Erwin Störrle. Er schreibt: "Wenn sich ein Ehepaar stritt, sagte mein Großvater: ,Des ischt a Liabe zwischa deane zwoi wie beim Dilledabb und seim Weib - ond der hot se mit d'r Ofagabl zdaodkitzelat.' Der Dilledabb, so glaube ich, musste für den schwäbischen Mustermann herhalten."

Schreiben Sie uns: Zentralredaktion, Postfach 104452, 70039 Stuttgart, Stichwort: Schwäbisch, Fax: 0711/7205-7309; E-Mail: land@stn.zgs.de

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Des machsch bloß pur passledang!
Schwäbisch-französisch gehts ins Wochenende. Frau Ehehalt verdanken wir eine gelungene Zusammenschau.
2000 Wörter sen a Feschtessa
Dieter Auch aus Ditzingen hat einen „Grundkurs Schwäbisch“ verfasst. Hier Auszüge daraus.
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