Superfoods Chia-Samen sorgen für Ausdauer

Von Gebauer 

 Foto: WiktorD/iStock
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Wenn sich ein Lebensmittel den Beinamen „Superfood“ verdient hat, dann wohl die Chia-Samen.

Wenn sich ein Lebensmittel den Beinamen „Superfood“ verdient hat, dann wohl die Chia-Samen. Ob Kalzium (5x soviel wie Milch), Kalium, Eisen oder Omega-3-Fettsäuren – die kleinen Körner beinhalten eine Menge an Nährstoffen. Deshalb verwundert es nicht, dass sie schon für die alten Maya Grundnahrungsmittel und Heilmittel in einem waren. Laut Überlieferungen dienten die Samen beispielsweise Laufboten als nahrhaften Wegproviant. Zwei Esslöffel voll, in Wasser eingeweicht, spendeten Ihnen 24 Stunden lang Energie. Aus diesem Grund wurden die Samen „Chia“ genannt – in der Sprache der Maya bedeutet dies soviel wie „Stärke“.

Auch heute noch können Chia-Samen für die nötige Ausdauer sorgen. Wie die meisten Samen speichern sie wie ein Schwamm große Mengen an Flüssigkeiten. Im Körper wird so, auch bei größerer Anstrengung, der Wasserhaushalt konstant gehalten. Außerdem erzeugt das Aufquellen der Samen ein größeres Volumen und fördert so die Verdauung. Gleichzeitig verlangsamen sie die Kohlenhydratverdauung und halten den Insulinspiegel konstant. Die Energie aus den Kohlenhydraten wird dem Körper nur stückweise zur Verfügung gestellt und verteilt sich somit über einen längeren Zeitraum ohne Müdigkeitserscheinungen.

Chia-Samen können zudem den Bluthochdruck senken. Die natürlichen Blutverdünner sorgen dafür, dass das Blut nicht klumpt und sich somit nicht an den Gefäßwänden ablagern kann. Außerdem senken sie den Cholesterinspiegel, da die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren das schlechte Fett aus dem Körper „eskortieren“. Essenzielle Fettsäuren sind außerdem dafür bekannt dass sie die Zellmembranen positiv verändern. Die Zellmembranen werden flexibler und effizienter in Signale in den Nerven zu übertragen. Dies führt zu einer verbesserten Gehirnfunktion, einer gesteigerten Konzentration und einem verbesserten Gedächtnis.

Ein weiterer Vorteil liegt in ihrem Proteingehalt. Dieser ist im Schnitt fast doppelt so hoch wie bei den meisten Getreidesorten. Im Gegensatz zu Getreide sind die Samen jedoch frei vom viel umstrittenen Klebereiweiß und damit eine super Alternative für Personen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden oder einfach nur auf Gluten verzichten wollen.

Chia Samen enthalten auch eine große Anzahl an Antioxidantien. Diese schützen den Körper vor schädlichen freien Radikalen und wirken unter anderem präventiv gegen Krebs, Diabetes und unterschiedliche Herzerkrankungen. Außerdem wirken Antioxidantien zellerhaltend und haben somit Einfluss auf die Zellen der Haare und der Haut.

Wie nimmt man jedoch die Samen zu sich? Dank ihres milden Geschmacks sind die kleinen Powerpakete universell einsetzbar. Im Müsli, Gebäck oder Salat – es gibt viele Möglichkeiten, das Korn der Maya in den Speiseplan zu integrieren. Man kann sich zur weiteren Verwendung vorab auch ein Gel herstellen. Dazu mischt man drei Esslöffel Chia-Samen mit 200 ml Wasser und lässt sie ca. 15 Minuten im Kühlschrank quellen. Zwischendurch sollte man einige Male umrühren. Dieses Gel lässt sich dann wunderbar zur Weiterverarbeitung nutzen, beispielsweise in einem Smoothie für den Tagesstart. 1-2 Esslöffel ergeben eine gesunde Dosis an Omega-3-Fettsäuren, Protein, Kalzium, Kalium, Phosphor und Mangan. Chia-Samen lassen sich über Jahre aufbewahren, ohne ihren Nährstoffgehalt oder Geschmack einzubüßen.

Rezept Karotten-Smoothie

2-3 Karotten | 2-3 Orangen | 1 Stück Ingwer | 2 TL Chiasamen-Gel | Wasser

Karotten waschen, schälen und klein schneiden, Orangen schälen. Karotten, Orangen und Ingwer in den Mixbehälter geben, Chiasamen-Gel und Wasser zugeben und alles pürieren.