Stuttgart - Mit engen Röcken gegen Sexismus auf der Straße: Auch in Stuttgart hat es am Samstag einen sogenannten „Slutwalk“ („Schlampenmarsch“) gegeben. In insgesamt 13 deutschen Städten wollten die meist weiblichen Teilnehmer ein Zeichen setzen. Die „Slutwalks“ gehen auf einen ersten Protestmarsch im kanadischen Toronto im April zurück. Dort hatte zuvor ein Polizist jungen Studentinnen geraten, sich nicht „wie Schlampen anzuziehen“, um nicht Opfer von Vergewaltigungen zu werden. Weltweit hat es seitdem „Slutwalks“ mit teils mehreren tausend Teilnehmern gegeben.
Auch in Stuttgart setzten die Demonstranten mit gezielt aufreizender Kleidung ein Zeichen gegen eine solche Schuldzuweisung bei Vergewaltigungen. Mit einigen Dutzend Teilnehmern war der Marsch jedoch deutlich schlechter besucht als in anderen Städten. Unter anderem in Frankfurt und Berlin waren mehrere hundert Menschen auf die Straße gegangen.