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Stuttgart-Ost Katzen verschwinden reihenweise spurlos

Jürgen Bock , vom 03.05.2010 18:30 Uhr
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Stuttgart - Die tierischen Umtriebe in Stuttgart reißen nicht ab: Langfinger greifen sich gleich in Serie Bienenvölker, ein Fuchs wird mit einer Glocke um den Hals gequält - und jetzt beklagen Katzenbesitzer im Osten, dass ihre Lieblinge immer häufiger spurlos verschwinden.

Die Vermissten heißen Charly oder Speedy. Sie alle sind tätowiert, also identifizierbar. Doch sie tauchen nicht mehr auf. "Seit vergangenem Sommer ist uns aufgefallen, dass immer mehr Aushänge im Osten zu finden waren, mit denen nach vermissten Katzen gesucht wurde", sagt Lena Scholz von der Katzenhilfe Stuttgart. Auch ihr selbst fehlt ein Tier. Eine zweite Katze kam ihr im November abhanden - und tauchte nur einen Tag, nachdem sie auf einem Aushang mit Anzeige gedroht hatte, urplötzlich wieder auf. Viele andere Tiere blieben wie vom Erdboden verschluckt.

Inzwischen hat Lena Scholz zu fünf anderen Katzenbesitzern Kontakt aufgenommen, die ihre Tiere vermissen. Mehrere von ihnen haben Anzeige erstattet. Scholz schätzt aber aufgrund der Zahl der Aushänge, dass im Osten eine zweistellige Zahl von Tieren fehlt. "Natürlich hauen immer mal wieder welche ab, aber von denen sprechen wir nicht", sagt sie. Auffällig sei nämlich, dass keines der Tiere wieder auftaucht - weder im Tierheim noch auf Plakataktionen hin, noch beim städtischen Tiernotdienst. Der würde auch überfahrene Katzen anhand ihrer Tätowierung erkennen und zuordnen können.

Zwei Katzen mit Kopfschüssen getötet

Die Katzenhilfe geht deshalb von Diebstahl aus. "Wir können Tierfänger nicht ausschließen, obwohl sie sich normalerweise nicht so lange in einem Gebiet aufhalten", sagt Lena Scholz. Auch komme es immer wieder vor, dass sich Menschen, die vom Tierheim aufgrund ihrer Lebensumstände keine Katze bekommen, einfach auf der Straße bedienten. In diesem Ausmaß sei das aber ungewöhnlich.

Ähnliche Fälle sind zuletzt aus Waiblingen gemeldet worden. Dort haben in den ersten Apriltagen Unbekannte zwei Katzen mit Kopfschüssen getötet. Zudem berichten Anwohner, dass dort in jüngster Zeit mehrere Katzen plötzlich verschwunden seien.

Beim zuständigen Polizeirevier im Stuttgarter Osten will man den Eindruck der Katzenhilfe nicht bestätigen. Eine Serie sehe man bisher nicht, heißt es dort. Auch die Ermittlungsgruppe Tierschutz sei noch nicht beteiligt. Zuletzt haben die Beamten im Osten leidige Erfahrung mit einem außergewöhnlichen Fall aus dem Tierreich machen müssen: Der Fuchs, der über Monate hinweg immer wieder mit einer schweren Schiffsglocke um den Hals gesichtet worden ist, musste vor vier Wochen erschossen werden. Ein Ehepaar aus Gaisburg hatte das leidende Tier unter seiner Terrasse entdeckt und die Polizei verständigt. Von dem Tierquäler fehlt nach wie vor jede Spur.

Die Katzenbesitzer im Osten haben eine Belohnung ausgesetzt und bitten um die Mithilfe der Bevölkerung. Hinweise nimmt das Polizeirevier Ostendstraße unter der Rufnummer 8990 - 3500 entgegen.

Kommentare (6)
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AUG
06
13:47 Uhr, geschrieben von Margrid Hüllweck
Tiere sind Lebewesen mit einem Herzen und gehören genauso auch behandelt
Minou lebt bei mir seid ca. 1 1/2 Jahren. Damals lebte sie auf der Strasse,in Autogaragen und suchte verzweifelt in den Müllsäcken nach brauchbarem Futter. Für einige in unserem Wohngebiet scheint es ja einfacher zu sein,tatenlos daneben zu stehen und entweder über die "Viecher" zu schimpfen,weil sie schließlich in den Vorgarten scheißen oder aber die Tiere mit entsprechenden Mitteln zu verjagen. Dasselbe Phänomen wie man so manchen Obdachlosen anschielt,anstatt mal zu hinterfragen,welche Umstände zu diesem Straßenleben geführt haben. Und Tiere letztendlich kommen oder landen nicht einfach so auf der Strasse,da brauchts ein unkastrierte Katze und ein unkastrierter Kater und schon wird sich weitervermehrt. Wenn dann diese Tiere auch noch gequält werden etc.,dann muss man sich manchmal die Frage stellen,wieviel Verstand beweist eigentlich der Mensch. Aus Minou ist mittlerweile eine ganz treue Freundin geworden. Wir spielen,bringen den Müll gemeinsam weg,kaufen gemeinsam Brötchen beim gegenüberliegenden Bäcker,da sage noch einer Tiere wären nicht lernfähig. Aus einer verhungerten Streunerin ist schließlich auch eine hübsche Dame geworden,die mittlerweile auch das Streicheln genießt. Auch ihre sechs kleinen Jungtiere sind über die Katzenhilfe vemittelt worden. Wenn der Mensch endlich begreifen würde,dass Tiere nicht eine Sache sind. Aber,da ist es ja wieder-unser EGO- da meldet es sich und behaptet,der Mensch steht über allem erhaben an erster Stelle."Mach Dir die Welt Untertan",ich glaube kaum,das dieser Satz im Ursprung so gemeint war.
MAI
06
11:30 Uhr, geschrieben von Ingrid Arrigoni c/o DKNC e.V.
Haustiere verbessern unser Leben - wehe, wenn sie nicht mehr heimkommen
Unsere Katzen und Hunde schenken uns täglich Freude, begleiten uns an allen Tagen. Es ist schwer, von einem solchen Tier zwangsweise Abschied nehmen müssen, wenn es eines Tages nicht mehr nach Hause kommt. Der Verlust eines geliebten Haustieres, so Psychologen, wiegt für die Betroffenen oft so schwer wie der Verlust eines sehr nahe stehenden Menschen. Fakt ist, dass diese Tiere ein Riesenmarkt in Deutschland sind. Fast täglich erfährt man über das Internet und die Zeitung, dass besorgte Tierfreunde ihre Haustiere vermissen. Vor allem, wenn Katzen und Hunde in großer Zahl zeitgleich in einem Ort oder in derselben Gegend verschwinden. Detaillierte Beobachtungen bestätigen, dass Tierfänger unterwegs waren. Der kriminelle Haustierdiebstahl ist eines der dunkelsten Kapitel des Menschen im Umgang mit den Tieren. Leider hat bisher weder Polizei noch Staatsanwaltschaft für Aufklärung gesorgt - also bleibt es uns überlassen. Leider wird die Polizei nie einen Tierdieb, der den Diebstahl bestreitet, beschatten. Selbst die, die staatsanwaltlich bereits verfolgt wurden, haben in dieser Beziehung nichts zu befürchten. Deshalb wird es nie eine Aufklärung dieses Verbrechens von der Seite aus geben, wenn wir das nicht selbst in die Hand nehmen. Wir haben verschiedene Ansatzpunkte, brauchen aber professionelle Unterstützung, um Beweise zu liefern. Wie Sie sicher wissen, arbeiten wir ehrenamtlich. Es wäre eine grosse Hilfe, wenn das Problem des Haustierdiebstahls bekannter würde - bitte helfen Sie uns dabei. Mit freundlichen Grüßen Deutscher Katzenschutz No Catnapping (DKNC) e.V. www.dknc-ev.de Außenstelle Goslar (e-mail: ingrid-stahn@web.de) Ingrid Arrigoni (Vorstand) Breslauer Str. 15, 38642 Goslar
MAI
05
09:49 Uhr, geschrieben von rosie
katzen
schon 1990 als ich im osten wohnte, kam mein kater weg. ich vermute tierfänger oder sonstige kranke menschen dahinter. die welt ist doch krank, weil die menschen krank sind. katzen einsperren? gehts noch? fehlende empathie für tiere und mitmenschen zeigt das man selbst krank ist.
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