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Stuttgart Hospiz wieder zurück in alter Heimat

Von Martin Haar 

Neue An- und Aussichten im Hospiz Stuttgart Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Neue An- und Aussichten im Hospiz StuttgartFoto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Das Hospiz Stuttgart ist nach zehn Monaten zurück an alter Stätte. Das Haus in der Stafflenbergstraße wurde für 2,2 Millionen Euro renoviert.

Stuttgart - Zehn Monate Interimslösung haben ein Ende. So lange war das Hospiz Stuttgart in die Relenbergstraße ausgelagert. Jetzt sind die Mitarbeiter und Gäste wieder zu Hause: Nach vier Tagen Umzug, einer 2,2 Millionen Euro teuren Sanierung ist das Erwachsenen-Hospiz und die Verwaltung wieder in der Stafflenbergstraße 22.

Für die Leiterin Elisabeth Kunze-Wünsche gehen damit zehn harte Monate zu Ende. Nicht nur weil die Räume nun auf einem entsprechenden Standard sind. Auch weil das Hospiz nun auch wieder das ursprüngliche Konzept mit Leben füllen kann: „Das Hospiz soll stadtnah sein. Denn der Tod soll nicht nur am Rand der Stadt wahrgenommen werden, sondern mitten im Leben, als ein Teil des Lebens.“

Mehr Platz für Angehörige

Das vom Architekturbüro Mühleisen runderneuerte Hospiz bietet den Schwerstkranken nun acht statt sieben Einzelzimmer. Alle Zimmer mit Ausblick über die Stadt haben nun auch Zugang zu einer Nasszelle und bieten die Möglichkeit für Angehörige dort zu übernachten.

Neu ist ein Raum der Stille oder ein „wunderbares Pflegebad mit Wellness-Charakter (Kunze-Wünsch). Auch die Sozialräume für Mitarbeiter haben nun mehr Platz gefunden. Denn die Elisabeth-Kübler-Ross Akademie, das ambulante Kinderhospizteam und die Verwaltung bleiben zunächst in dem ehemaligen Schwesternwohnheim in der Relenbergstraße, bis das neue stationäre Kinderhospiz in der Diemershalde 11 im Herbst 2017 bezugsfertig ist.

Über die Hälfte der 2,2 Millionen Euro Renovierungskosten kam über eine Spende der Helene-Pfleiderer-Stiftung. „Früher hatte das Hospiz eher den Charme einer Wohngemeinschaft“, sagt Kunze-Wünsch, „heute hat das Haus einen einheitlichen Stil und strahlt Geborgenheit aus. Dafür sind wir sehr dankbar. “

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