Stuttgart-Feuerbach/Stuttgart-Stammheim Neuer Versuch in Sachen Food-Truck-Märkte

Von Marta Popowska 

An Weihnachten gab es lange Schlangen vor den rollenden Küchen. Foto: Chris Lederer
An Weihnachten gab es lange Schlangen vor den rollenden Küchen.Foto: Chris Lederer

Der Organisator der rollenden Küchen denkt über einen zweiten Anlauf in den Bezirken nach. So könnten die Food-Truck-Märkte in Stuttgart-Feuerbach und Stuttgart-Stammheim diesen Sommer doch noch stattfinden.

Feuerbach/Stammheim - Manchmal klappen Dinge nicht, obwohl alle Beteiligten sie für gut befinden und sie sich eigentlich wünschen. Die Food-Truck-Märkte, die Daniel Rosner von der Agentur Heldenreich in Feuerbach und Stammheim etablieren wollte, sind so ein Fall. Im vergangenen Sommer hoffte der Unternehmer, der die Märkte mit den fahrenden Imbisswagen seit einigen Jahren an verschiedenen Standorten organisiert, diese von Juli bis September, immer freitags, veranstalten zu können. Als Standorte waren der Kirchplatz in Stammheim angedacht und in Feuerbach der Wilhelm-Geiger-Platz. Doch daraus wurde nichts und so legte er das Projekt auf Eis. Nun denkt Rosner darüber nach, einen neuen Anlauf zu nehmen. Doch für ihn ist die Entscheidung an einige Bedingungen gekoppelt.

In Zuffenhausen kennt man die rollenden Küchen bereits. Schon in den vergangenen zwei Jahren fanden hier auf dem Festplatz Food-Truck-Weihnachtsmärkte statt. Was sie auszeichnet ist Fast Food der besonderen Art: Exotische Köstlichkeiten wie Pulled Pork, Tandoori Hühnchen, Falafel aber auch regionale Leckereien wie Schupfnudeln oder Maultaschen.

In den Bezirken herrscht weiterhin Zustimmung

Für Daniel Rosner ist die Idee nicht vom Tisch. „Die Märkte sind nicht verworfen, aber der Zeitraum muss stimmen und es muss eine langfristige Planung möglich sein“, sagt der Unternehmer. Dass es im vergangenen Jahr weder in Stammheim noch in Feuerbach geklappt hatte, habe aber eben genau daran gelegen. Dabei habe man sich sowohl in den Bezirksbeiräten als auch bei der Stuttgarter Wirtschaftsförderung für seine Idee begeistert. Doch die Umsetzung geriet ins Stocken.

So herrschte bei der Stadt Stuttgart und dem für die Wochenmärkte zuständigen Unternehmen, Märkte Stuttgart, zunächst Unklarheit über die tatsächlichen Termine (wir berichteten). Als die Frage geklärt war, wollte die Stadt laut Rosner eine Platzmiete für die Imbisswagen. „Mit der hohen Miete hätte sich das nicht rentiert“, sagt Rosner. Außerdem sei es dann bereits Mitte August gewesen und damit zu spät. „Das ganze muss ja auch beworben werden. Zwei Monate Vorlauf brauchen wir daher schon“, erklärt Rosner. Zudem seien die Food-Trucks auch verbucht. Für den Stadtteilmanager bei der Stuttgarter Wirtschaftsförderung, Torsten von Appen, ist Rosners neuerlicher Anlauf eine gute Nachricht. „Wir würden uns sehr freuen, wenn die Food-Märkte in den Stadtbezirken umgesetzt werden“, sagt er. Man halte „selbstverständlich an dem Projekt weiter fest“, so von Appen. Ähnlich positiv äußern sich die jeweiligen Bezirksvorsteherinnen. „Für den Wilhelm-Geiger-Platz wäre das eine schöne Alternative. Dort gibt es zudem bestimmt viel Laufkundschaft“, sagt die Feuerbacher Bezirksvorsteherin, Andrea Klöber. Und auch Susanne Korge sagt: „Wir würden uns freuen, wenn es klappt. Für den Stadtbezirk ist das eine Belebung.“ Laut der Stammheimer Bezirksvorsteherin müsse lediglich abgestimmt werden, dass sich der Street-Food-Markt mit dem Wochenmarkt vereinbaren lasse. Da zweiterer jedoch um 13 Uhr ende und die Imbisswagen erst am Nachmittag anrollen sollen, dürfte das machbar sein.

Redaktion Feuerbach

Ansprechpartner
Torsten Ströbele und Georg Friedel
feuerbach@stz.zgs.de

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