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Stuttgart 21 Zollrazzia am Südflügel

Wolf-Dieter Obst, vom 24.01.2012 19:40 Uhr
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 Foto: PPFotodesign.com
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Stuttgart - Hinterm Bauzaun des Südflügel-Abrisses am Hauptbahnhof geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Wie das Hauptzollamt Stuttgart am Dienstag mitteilte, wird gegen eine Zeitarbeitsfirma unter anderem wegen Betrugs ermittelt. Die Firma soll dem Abrissunternehmen 14 Arbeiter zur Verfügung gestellt haben, obwohl sie keine Erlaubnis für den Verleih von Arbeitskräften ins Baugewerbe besitzt. Auf diese Weise soll die Bezahlung des Mindestlohns umgangen, die Sozialkasse des Baugewerbes getäuscht und gegen die sofortige Meldepflicht zur Sozialversicherung verstoßen worden sein.

In den ersten Tagen der Entkernungsarbeiten im Südflügel des Hauptbahnhofs hatten Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit die Baustelle überprüft. Die Zöllner trafen 35 Arbeiter an, die bei drei verschiedenen Unternehmen beschäftigt waren. Bei 14 Arbeitern einer Zeitarbeitsfirma wurden die Fahnder fündig. "Nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz hätte es für die Arbeiter eine besondere Genehmigung geben müssen", sagt Zoll-Sprecher Thomas Böhme. Tatsächlich seien sie aber gar nicht als Bauarbeiter deklariert worden. Auf diese Weise habe sich die Verleihfirma den Mindestlohn von 13,40 Euro sparen wollen - die Arbeiter bekamen offenbar nur etwa acht bis neun Euro pro Stunde. Außerdem habe man Beiträge für die Sozialkasse des Baugewerbes hinterzogen, weshalb wegen Betrugs ermittelt werde, so Böhme.

Das Abrissunternehmen hätte nach Einschätzung der Zöllner durchaus selbst merken können, dass die Verleihfirma gar keine Erlaubnis fürs Baugewerbe besitzt. Für Zollsprecher Böhme zeigt der Fall, dass auch eine gute Konjunktur die Schattenwirtschaft nicht eindämmt. Eine Stellungnahme des Heilbronner Abrissunternehmens gab es bis zum Abend nicht.

Kommentare (89)
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JAN
30
12:13 Uhr, geschrieben von Zöllner
Zollrazzia
Haben sie Oettinger, Mappus und Schuster auch gleich mitgenommen ? Das hätte Kosten gespart, mit einer Aktion alles erledigt.
JAN
29
21:39 Uhr, geschrieben von Volkmar
Zoll
Glaub ich nicht ! Schwarzarbeiter gibt es bei der DB AG niemals ! Bestimmt haben Herr Grube , Dietrich und Konsorten eine eigene Rentenkasse für ihre DUMMEN eingerichtet ! Solche Lichtgestalten werden doch unter keinen Umständen dem deutschen Fiskus Steuern vorenthalten oder gar noch wissentlich unterschlagen ! Wie kann man so etwas nur von diesen "TRANSPARENTEN " Biedermännern glauben ? Pfui ,pfui schämt euch !
JAN
26
12:56 Uhr, geschrieben von duda
Arbeiteten für Grube
Ich wundere mich, warum die Arbeiter überhaupt Geld bekommen. Sie sollen doch froh sein, das sie einen Jooooobb haben und für unser Jahrhundert-Zukunftsprojekt arbeiten dürfen. Mehr Idealismus bitte. Schließlich braucht Grube & Dietrich & Co jeden Cent für ihren Lebensstil, oder was meint ihr was eine Golf-Ausrüstung kostet?
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