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Inzwischen werden die Stimmen immer lauter, die vor einer weiteren Radikalisierung des Protests warnen. Nicht nur OB Wolfgang Schuster mahnt in seinem offenen Brief zur Mäßigung. Der Städtetag Baden-Württemberg teilt mit: "Die Demonstrationen gegen das Projekt Stuttgart 21 geben Anlass zur Sorge um den Rechtsfrieden, weil sie zunehmend mit nicht mehr legalen Mitteln geführt werden." Man appelliere deshalb dringend an die Demonstranten, ihren Protest ausschließlich mit friedlichen Mitteln zu äußern.
Als Folge der Straßenblockaden ist es am vergangenen Mittwoch zu Problemen bei der Versorgung von Krankenhäusern mit Blutkonserven für dringend notwendige Operationen gekommen. Krankenhausbürgermeister Klaus-Peter Murawski (Grüne) appelliert deshalb an die Demonstranten, dafür Sorge zu tragen, dass Fahrzeuge - das können auch Taxis sein - mit dem Schild Achtung! Eiliger Bluttransport' reibungslos passieren zu lassen.
Die Demonstranten wollen sich nach den ereignisreichen Tagen nicht ausruhen. Bereits am Montag geht es mit der nächsten Protestkundgebung weiter. Von 18 Uhr an sprechen vor dem Nordausgang des Hauptbahnhofs der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Siegfried Bassler, die Kabarettisten Uwe Spinder und Christine Prayon sowie Walter Sittler.