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Stuttgart-21-Schlichtung Was taugt die Alternative K21?

Konstantin Schwarz, vom 03.11.2010 18:10 Uhr
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So könnte nach der Vorstellung der Stuttgart-21-Gegner ein renovierter Kopfbahnhof aussehen  Foto: pro-eleven
So könnte nach der Vorstellung der Stuttgart-21-Gegner ein renovierter Kopfbahnhof aussehen Foto: pro-eleven
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Stuttgart - Vertauschte Rollen: In der dritten Schlichtungsrunde stellen die Stuttgart-21-Gegner ihr Konzept vor, die Bahn will es verwerfen.

Darüber soll es in den Gesprächen gehen: 

Sanierter Kopfbahnhof mit Reserven

Das Aktionsbündnis der Stuttgart-21-Gegner setzt auf den Ausbau des Kopfbahnhofs und auf neue Gleise im Neckar- und Filstal. Am heutigen Donnerstag will die Initiative ihr Projekt Kopfbahnhof 21 (K 21) präsentieren. Für dieses existieren keine im Detail ausgearbeiteten Pläne. Für das bis zu 2,3 Milliarden Euro teure Vorhaben gibt es keine Finanzierung.

Die Stuttgart-21-Gegner setzen bei K21 auf einen stufenweisen Ausbau der bestehenden Infrastruktur. An erster Stelle steht die Sanierung des heutigen Kopfbahnhofs. Die Bahnsteige könnten dabei eine neue Überdachung aus Glas erhalten. Die alten, inzwischen funktionslosen Gepäckbahnsteige könnten zu Personenbahnsteigen ausgebaut werden.

Die S-21-Gegner wollen nachweisen, dass ein ertüchtigter Kopfbahnhof viel mehr könnte, als ihm heute abverlangt wird - und mehr Reserven als S 21 bietet. Ein Fahrplan aus dem Jahr 1969 soll Zugzahlen darstellen, die heute nicht mehr gefahren werden. Allerdings gab es damals keine S-Bahn. Deren Bau schränkte die Kapazitäten offenbar ein.

Durch neun Kilometer langen Tunnel zur Neubaustrecke

Um die Kapazität zu steigern, sollen bei K21 zwei zusätzliche Gleise unter dem Rosensteinpark und über eine neue Neckarbrücke nach Cannstatt gelegt werden. Damit wären für die S-Bahn, ICE und den Regional- und Nahverkehr je zwei Gleise vorhanden, schnelle und langsame Züge würden "entmischt".

Entlang der bestehenden Strecke würde bis kurz vor die Stadtgrenze bei Mettingen rechts und links der heutigen Gleise je ein weiteres Gleis gelegt. Mit diesem Neubau, sagen die S-21-Gegner, erhielten die Anwohner auch Lärmschutz entlang der Strecke. Das sei wichtig, weil auf dem Bestand wie beim Projekt Stuttgart 21 auch weiterhin Güterzüge fahren.

Sollte die Neubaustrecke durch die Alb nicht gebaut werden, müssten im Neckar- und Filstal weitere Verbesserungen am Bestand erfolgen. Möglich wären aus Sicht der Gegner die Entschärfung von Kurven und ein Tunnel zwischen Kuchen und Amstetten.

Sollte es die Neubaustrecke geben, kann sie bei K21 über einen neun Kilometer langen Tunnel erreicht werden. Die Gäubahn bliebe bei K21 erhalten. Sie stünde dem S-Bahn-Verkehr bei Problemen als Umleitung zur Verfügung.

Kommentare (9)
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NOV
11
18:23 Uhr, geschrieben von Eisenbahner
Bis zu 10 Züge pro Stunde auf der Neubaustrecke!
Werter Herr Willing! Sie sind offensichtlich über den Betrieb von S21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm schlecht informiert. Es wird nicht "ein ICE alle 2 Stunden" fahren. Die jüngste Planung sieht 6 Fernzüge (ICE/IC) plus bis zu 4 schnelle Regionalzüge (IRE, RE) pro Stunde allein auf der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm vor. Das macht 10 und nicht 0,5, Sie haben sich um Faktor 20 verrechnet! Dass die Strecke für Güterzüge verboten ist, ist ebenfalls unrichtig. Schwere Güterzüge werden aufgrund ihres Leistungsgewichtes bzw. der Bremskraft dort nicht sinnvoll fahren können. Das war aber auch nie geplant und ist auf keiner Schnellfahrstrecke üblich, denn der schwere langsame Güterverkehr würde hier ohnehin nur den Verkehr aufhalten. Leichte Güterzüge, etwa für Post- und Expresstransport, sind in Deutschland noch unüblich, in Frankreich allerdings schon. Und der Post-TGV darf sebstverständlich auf der neuen Strecke fahren.
NOV
11
18:15 Uhr, geschrieben von Eisenbahner
"K21-Clique" verschweigt Fakten über eigenes Projekt, z.B. die Parkzerstörung!
Wertes Sonnenkind! Die Notwendigkeit, die Baumallee des Unteren Schlossgartens zu fällen, einen Teil des Parks zu Gleisfläche umzuwidmen und in in Höhe Schloss zu zerschneiden, ergibt sich aus den "Planungen" für K21 beinahe zwingend. Dort ist zu lesen, dass als erste Baumaßnahme 2 zusätzliche Gleise vom Hauptbahnhof nach Untertürkheim verlegt werden sollen. Das ist betrieblich logisch, allerdings gibt es eben, wenn es als erste Maßnahme erfolgen soll, keine andere Möglichkeit als durch den Schlossgarten. Alles andere - Untertunnelung des Betriebswerks und Neckars, Überbauung der alten Gleise, Verlegung der S-Bahn - ist entweder gänzlich unmöglich oder nur mit erheblichen Mehrkosten und jahrelangen Bauverzögerungen denkbar. Ganz davon ab, dass solche Planungen von "K21" nicht konkretisiert oder eingebracht worden sind. Insofern ist die Behauptung, K21 würde einen Abriss der Baumallee vorsehen, schon gerechtfertigt. Es steht eben geschickterweise nur zwischen den Zeilen, weil man es sich mit den "Parkschützern" nicht verderben will. Aber es ist müßig, darüber zu streiten - K21 ist ein Phantom, eine chaotische Sammlung von Wunschideen ohne Chance auf Planung, Finanzierung oder Realisierung. Es ist eine Art "Freibier für Alle"-Parole, um so zu tun, als gäbe es eine Alternative zu S21. Die gibt es aber nicht.
NOV
06
03:31 Uhr, geschrieben von Sonnenkind
@ Kellerkind: Wenn Sie wenigstens EIN EINZIGES wahres Wort geschrieben hätten...
Stattdessen lauter Falschaussagen. Schlichte Behauptungen, die sogar schon vielfach widerlegt wurden, z.B. wird der Schlossgarten nicht angetastet, und die angeblich 350 zu fällenden Bäume entpuppen sich als Teil des Lügengebäudes der S21-Clique. Bitte belegen Sie Ihre waghalsigen Aussagen doch mal. ---> Quellen???
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