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Stuttgart 21 S-21-Gegner wehren sich gegen Kriminalisierung

Jürgen Bock, vom 20.02.2012 18:17 Uhr
  Foto: PPFotodesign.com
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Stuttgart - Gleich zweimal ist die Deutsche Bahn in den vergangenen Tagen Opfer von Brandstiftern geworden. Nach dem Feuer an Signalkabeln, das am Freitag den Bahnverkehr in Stuttgart weitgehend lahmgelegt hatte, und dem Brand von Rohren für die Stuttgart-21-Baustelle am Sonntagmorgen fehlt von den Tätern nach wie vor jede Spur. „Es gibt keinen konkreten Tatverdacht, wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Experten untersuchen nun, welche Brandbeschleuniger verwendet worden sind. Brandmittelspürhunde hatten in beiden Fällen angeschlagen. Unklar sei, ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gebe, so die Polizei. Auch das mögliche Tatmotiv Stuttgart 21 gilt nicht als sicher, im Falle der Rohre für das Grundwassermanagement allerdings als sehr wahrscheinlich.

Parkschützer wollte wohl nur angeben

Einen ersten Verdächtigen kann die Polizei von ihrer Liste streichen. Ein Parkschützer hatte mit großspurigen Äußerungen im Internet auf sich aufmerksam gemacht. Nach einer Hausdurchsuchung steht für die Polizei aber fest, dass er offenbar nur angeben wollte, mit den Taten aber nichts zu tun hat.

Dennoch beobachten die Einsatzkräfte die Entwicklung rund um das Bahnprojekt mit Sorge. Die Bahn überlegt, die Zahl ihrer ­Sicherheitsleute auf dem Baustellengelände zu erhöhen. Man stimme sich derzeit mit der Polizei darüber ab, so eine Sprecherin.

Die Stuttgart-21-Gegner wehren sich derweil gegen eine Kriminalisierung. Sowohl das Aktionsbündnis als auch die Parkschützer-Organisation verurteilten am Montag die Brandstiftungen und stellten gleichzeitig klar, mit Gewaltaktionen nichts zu tun zu haben. Man dürfe den friedlichen Protest nicht diskreditieren.

Kommentare (78)
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MRZ
10
23:01 Uhr, geschrieben von Aufmerksame
@Realbürger
In meinem Umfeld sind die "Normalbürger" von dem dauernden Getue echt genervt und sehen es nach dem eindeutigen Ergebnis der Volksabstimmung als in Ordnung an, dass der Bahnhof fertig gebaut wird. Wenn dauernd von Verantwortung geredet wird, muss dieses auch die Verantwortung für geistige Brandstiftung beinhalten.
MRZ
09
23:18 Uhr, geschrieben von Ein Remstäler
Mit ein wenig Verstand kann man sich hier eins und eins zusammenzählen
Nun ja, es ist offensichtlich Folge von Brandstiftung wie ja auch die Polizei meint. Bestimmte S21-Gegner sind besonders so kurz nach der Parkräumung mit sehr goßer Wahrscheinlichkeit die Einzigen die ein erklärbares Motiv hierfür haben. Besonders da es kurz vorher ein paar hundert Meter einen Brandanschag auf die Leitungen der Bahn gab und es nicht allzu lang her ist, dass die Masten der Stuttgarter S-Bahn angesägt wurden (wobei es als Folge einen tödlichen Unfall gab). In Berlin gab es aus dem linksradikalen Umfeld ähnliche Anschläge auf die Bahn. Mit ein wenig Verstand kann man sich hier eins und eins zusammenzählen. Oder nicht? Wenn man an den Demos vorbeikam erschrak man wie dort eingeheitzt wurde.
MRZ
07
23:30 Uhr, geschrieben von Realbürger
@ "Aufmerksamer Leser" - Und, wer wars jetz?
Wer war der Brandstifter? Haben Sie schon eine Idee? Einen Hinweis? Nein? Sie sind einer der Gründe, warum sich immer mehr normale, hintergangene Bürger von S21 und dessen Gefolgschaft abwenden.
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