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Stuttgart 21 Neue Protestwelle soll Druck machen

Michael Isenberg, vom 07.01.2011 18:05 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart21 will die Landtagswahl am 27.März zur Abstimmung über das Projekt machen und hofft auf eine Ablösung der CDU-FDP-Regierung. "Druck machen" sollen drei Großdemonstrationen in Stuttgart und zwei landesweite Aktionstage.

Gut ein Jahr nach dem offiziellen Baustart im Februar 2010 soll das Bahnprojekt Stuttgart21 bei der Landtagswahl am 27.März 2011 noch gestoppt werden. "Diese Wahl soll zur Wahl gegen S21 und für die Alternative K21 werden", sagte am Freitag Berthold Frieß, Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Stuttagrt 21: Erste Großdemonstration am 29. Januar

Neben Frieß äußersten sich weitere führende Köpfe aus dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart21. Die beiden Parteien aus dem Bündnis, die mit ihren Kandidaten im März zur Wahl stehen - Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke - saßen am Freitag bewusst nicht mit am Tisch. Man wolle den Eindruck vermeiden, dass der Protest gegen Stuttgart21 "parteipolitisch instrumentalisiert" werde, hieß es dazu im Bündnis.

"Wir machen 2011 weiter wie 2010, mit einem kreativen, bunten Protest", kündigte SÖS-Stadtrat Hannes Rockenbauch an. Neben den wöchentlichen sogenannten Montagsdemonstrationen sind am 29.Januar, 19.Februar und 19.März bereits drei Großdemonstrationen in Stuttgart angemeldet. Am 5.Februar und am 5.März sollen zudem zwei landesweite Aktionstage in allen Wahlkreisen stattfinden. Demos seien ein "zentrales Element, um Druck zu machen", sagte Rockenbauch. "Keine Regierung schafft es, Stuttgart21 bei einem solchen Widerstand durchzuziehen."

Einen konkreten Wahlvorschlag für den nächsten Landtag will das Aktionsbündnis nicht abgeben. "Wir empfehlen bloß, keine Tunnel-Partei zu wählen", sagte SÖS-Stadtrat Gangolf Stocker. Regisseur Volker Lösch konkretisierte diese Aussage: "Wir empfehlen, nicht CDU oder FDP zu wählen." Alle Gewalt gehe vom Volke aus, dieser Grundgedanke müsse "wiederbelebt werden", sagte der Schauspieler Walter Sittler. "Der Protest gegen Stuttgart21 ist keine Gefahr für die Demokratie - er belebt die Demokratie vielmehr aufs Neue."

Kommentare (68)
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JAN
31
00:45 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
Ja, die Aggressivität der 21 Stuttgart-Gegner nimmt zu
@ Fred Heine. Aggressiv. Sie schreiben: "Kann es sein, dass die Aggressivität hier bei den Kommentaren deutlich zugenommen hat?" Meine Antwort: Mir scheint es auch so. Aggression kommt aus Frustration - und es ist schon frustrierend, wenn man erlebt, wie man trotz allem Demonstrieren nichts oder nur wenig ausrichtet. Da verliert die Vernunft mit der Zeit an Einfluss ...
JAN
18
13:04 Uhr, geschrieben von Roland Späth
Arbeitslos und willig
Ich habs schon mal geschrieben, man findet immer einen "B-(w)illigen", der jeden Job machen würde, Hauptsache ER hat eine sinnvolle Beschäftigung. Ich will jetzt nicht über LKW Fahrer generell lästern, aber im scheint es mal grad zum Gangschalten zu reichen. Stuttgarter Firmen bevorzugen würde dem allgegenwärtigen Filz noch mehr Reichweite einräumen Haben wir nicht schon genug Immobilienallianzmafia in der Stadt, gab es nicht genug Bauskandale mit "Begünstigten", soll man dies nunmehr noch festschreiben? Eine Lösung ist nicht in Sicht, auf Grund der Ausschreibungskriterien, die auch "das Günstigste" Angebot mitberücksichtigen sollen, werden die meisten Arbeiten von ausl. Subunternehmern ausgeführt werden, die mit "Schwarzarbeitern" -alles,was unter Tarif oder gar nicht entlohnt wird- ihren eigenen Profit machen wollen, der Generalunternehmer mit hochkarätiger politischer Führungskraft aus den schwarz-braunen Reihen kann gleichzeitig seine Hände in Unschuld waschen, müsste er doch sonst die Bauleistungen um ein vielfaches höher anbieten, das Projekt würde dann jetzt bereits mit 10 Mrd berechnet werden und würde am Ende dann gesichert 20 Mrd kosten. Hier unterscheidet SS 21 und K 21 ab.er nichts, bauen würden die selben "Verantwortungsträger", nur dass bei SS 21 mehr "Geld vergraben werden kann"!
JAN
09
21:40 Uhr, geschrieben von rudolf kk
was für eine belehrung
hier scheint es so das ein jeder zu wissen vermag was für stuttgart gut sein soll. Ich bin ein verwahrloster arbeitsuchender lkw fahrer der dringend einen job zum täglichen unterhalt benötigt!aber hier wird nur über pro und contra geschrieben keinem kommt es in den sinn mal über die bedürftigen zu schreiben die es nötig hätten.wer hätte in stuttgart dringend mittel nötig?schreiben sie doch mal über bedürftige denen wirklich sofort geholfen werden müsste.aber nichts davon nur was man mit soviel geld anstellen könnte wurde geschrieben.ich bräuchte in der heutigen zeit eine arbeit die mich über wasser hält.warum wird in s21plus nicht festgelegt das zuerst stuttgarter firmen bevorzugt werden?dann könnte auch ich einer sinnvollen tätigkeit täglich nachgehen.
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