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Stuttgart 21 Gegner sagen Spitzengespräch ab

Josef Schunder, Arnold Rieger, vom 06.09.2010 17:28 Uhr
 Foto: Leserfotograf lool
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Stuttgart - Zum umstrittenen Projekt Stuttgart21 wird es keinen Runden Tisch geben. Das Aktionsbündnis gegen den Bahnhofsbau sagte am Montag die Teilnahme ab. Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) will das Angebot aber aufrecht erhalten.„Wir werden das Gespräch nicht wahrnehmen, weil am Nordflügel des Hauptbahnhofs weiter abgerissen wird“, kündigte der Sprecher des Aktionsbündnisses, Gangolf Stocker, am Montagabend an. Grundsätzlich sei man auch an einem Dialog interessiert. Es reiche aber nicht aus, wenn die Bagger nur zum Auftakt am Runden Tisch, am kommenden Freitag, stillstehen würden. Die Abbrucharbeiten am Nordflügel des Hauptbahnhofs hätten sofort gestoppt werden müssen. Dies hatte Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) zuvor freilich strikt abgelehnt.

Auf die Absage reagierte nicht nur Mappus mit Bedauern, sondern auch Grünen- Landtagsfraktionschef Winfried Kretschmann. Er hatte die Gespräche mit Mappus vorgeschlagen. Ohne das Aktionsbündnis habe das Spitzengespräch in der geplanten Form keinen Sinn. Leider sei es auch ihm nicht gelungen, die Projektverantwortlichen zu einem Abbruchstopp zu bewegen. Warum die Deutsche Bahn AG dieses Zeichen nicht geben wollte, sei ihm unbegreiflich. Auf die Rolle der Grünen bei der Absage ging Kretschmann nicht ein. Sein Parteifreund Werner Wölfle, Landtagsabgeordneter sowie Fraktionsvorsitzender im Stuttgarter Gemeinderat, trug den Schritt im Aktionsbündnis mit. Kretschmann sprach von einem „Scheitern im ersten Anlauf“.

SPD-Landeschef Nils Schmid kritisierte die „unbewegliche Haltung“ des Ministerpräsidenten ebenfalls. Mappus wäre kein Zacken aus der Krone gebrochen, wenn er den Abbruchstopp zugestanden hätte. Doch auch die Gegner hätten überzogen reagiert. Von verständigen Menschen könne man einen zweiten Anlauf erwarten.

Peter Hauk, Fraktionschef der CDU im Landtag, kritisierte die Gegner. Sie hätten demonstriert, dass es ihnen nicht um eine Verbesserung der Situation mit legalen Mitteln gehe, sondern dass sie „um jeden Preis“ ihre Position durchsetzen wollten. Mehrere Tausend Menschen sind unterdessen am Montagabend erneut gegen das Bahnprojekt auf die Straße gegangen.

Kommentare (64)
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SEP
11
12:25 Uhr, geschrieben von Pat
K 21 und wer zahlts
Ich würde gerne mal von den S 21 Gegnern hören woher sie denn gedenken die Gelder für die Sanierung, der bestehenden Gleisanlagen/ Brücken/ Tunnels/ Technik usw, zu nehmen. Es sollte schon jedem bewusst sein das die Infrastruktur sehr Marode ist und allein die Instatsetzung auch in die Milliarden geht. Nur meines Wissens können die Gelder von S 21 nicht einfach in eine Sanierung umgeschöpft werden - kein S 21 = kein Geld und ohne Geld muss erstmal eine neue Finanzierung geplant werden. Ob unsere vorhandene Infrasturktur das solang mit macht bezweifel ich und dann ist der Ärger noch größer!
SEP
07
14:11 Uhr, geschrieben von Jan
@ M.Braun
Ich las am Baumzaun eben einiges über Bäume als Lebewesen. In diesem Sinne wäre dann doch jeder Baum gleich viel Wert. Aber das stimmt schon, im Park haben Bäume mehr "Gewicht". Letztendlich ist einem Menschen wahrscheinlich der Baum wichtiger, der sich näher am eigenen Aufenthaltsort befindet. Lebe ich im Neckartal, sind mir die Bäume dort sicher wichtiger, und umgekehrt.
SEP
07
13:34 Uhr, geschrieben von Beobachter
@Jan + @S21-kommt
Jan, wie sie sehen haben mehrere Schreiber geantwortet. Über den sinnvollen Inhalt der Antworten soll jeder selbst nachdenken. x x x @S21-kommt: Ist Ihr Prof. Heimerl nicht immer bei der Bahn beschäftigt gewesen? Hat er nicht S21 mitgeplant? Kann er dann eine neutrale Stellung zu K21 einnehmen? Haben sie sein Gutachten gelesen? Ich finde da schon ein paar fragwürdige Behauptungen. Oben bleiben.
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