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Stuttgart 21 Bahn kennt neue Zahl für Wasserentnahme noch nicht

Konstantin Schwarz, vom 01.02.2012 15:07 Uhr
 Foto: dpa-Zentralbild
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Stuttgart - Um ihren neuen Tiefbahnhof im Trockenen bauen zu können, muss die Bahn AG Wasser aus den Baugruben pumpen. Nach dem Durchlauf durch eine Reinigungsanlage wird es über Brunnen wieder ins Erdreich gebracht. Solche Schluckbrunnen finden sich auch in der Nähe des Eugensplatzes und bei der Jugendherberge. Anwohner zeigen sich beunruhigt. Sie befürchten, dass der Hang durch die Wasserzufuhr ins Rutschen kommen könnte.

Am Dienstag verhandelte das Regierungspräsidium Stuttgart Einwände gegen Änderungen, die die Bahn beim Bau des Fildertunnels vornehmen will. Dessen je 9,4 Kilometer lange Röhren beginnen nahe der Sängerstraße. Zum Thema Grundwasser gebe es keine Änderungen, sagte Theo Westhoff, Geologe und Gutachter für die Bahn. Die Brunnen sollen gleichviel schlucken wie bisher. Was sich allerdings ändert, ist die Menge Wasser, die für den Bahnhof abgepumpt werden könnte. Drei Millionen Kubikmeter waren vorgesehen, dann wurden 6,8 Millionen beantragt. Die Bahn hat diese Zahl zurückgezogen. "Ich kann Ihnen keine aktuelle Menge nennen", ließ Anwalt Peter Schutz die Anwohner im Ungewissen. Auch wenn unten mehr abgepumpt werden würde, bliebe der Ameisenberg stabil, versicherten die Gutachter.

Tunnelbohrung soll leise von Statten gehen

Risse könnten aber entstehen, wenn einige Häuser, die knapp über dem Fildertunnel stehen, angehoben werden. Das sieht die Bahn an der Urbanstraße vor, um die durch den Tunnelbau hervorgerufene anschließende Geländesenkung ausgleichen zu können. Diese und andere Häuser werden in ein Beweissicherungsprogramm aufgenommen, mit dem Schäden dokumentiert würden. Der Eingriff am Tunneleingang geschehe nahezu "chirurgisch", so die Bahn. Das Gestein werde nur auf je 100 Meter Länge gesprengt oder abgegraben, dann werde gleich die Tunnelschale betoniert.

Der Wechsel auf der weiteren Strecke zum Einsatz einer Tunnelbohrmaschine soll die Anwohner weniger belasten als die konventionelle Technik. Der Vortrieb bringe "keine signifikanten Geräusche und keine spürbaren Erschütterungen", sagt der Lärmschutzbeauftragte Peter Fritz. Weil für die Tunnelschale Fertigteile verwandt werden, könne die Schalenstärke auf 60 Zentimeter reduziert werden, so Professor Walter Wittke. Die Fabrikfertigung der Teile steigere die Betongüte und mache Einsparungen möglich.

Kommentare (59)
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FEB
09
14:56 Uhr, geschrieben von Nebak
Sumpf, nicht der Schwarze...
...macht S21 Probleme.Jetzt werden Tunnelbohrmaschinen eingesetzt, das war schon klar, als Herrenknecht die CDU mit 80 Mille bedient hatte. Glauben Sie wirklich im ernst, dass damit die Raffgier der Immohaie befriedigt wäre? Der Weihnachtsmann ist für mich glaubwürdiger!
FEB
05
12:09 Uhr, geschrieben von Bubi85
Hinters Licht führen!
Die entscheidente Frage hierzu ist:Kennt die DB AG wirklich die Zahlen hierzu nicht oder will sie es den Menschen einfach nur nicht mitteilen? Die Märchenstunde und Trickserei geht in die nächste Runde!
FEB
03
18:10 Uhr, geschrieben von Werner G.
@ Fred Heine
Sehr geehrter herr Heine. Natürlich können sich im Verlauf eines Projektes Probleme ergeben, die vorher nicht bekannt waren. Wenn jedoch bereits vor dem ersten Spatenstich effektiv sämtliche genehmigten Verfahren als unzureichend, nutzlos oder aus sonstigen Gründen nicht angewandt werden sollen / können, das ganze aber ohne VORHERIGE Neuüberlegung durchgedrückt werden soll, dafür alle neuen Bedingungen sich allein nach finanziellen Gesichtspunkten richten, dann macht mir das Angst. Deshalb: OBEN BLEIBEN. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend. und
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Dem Land fehlt noch ein Tagungsort
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