Stuttgart 21 Bahn hat 787 Millionen für S 21 ausgegeben

Von ks 

Tunnel- und Brückenbau der Bahn kostet viel Geld Foto: Leif Piechowski
Tunnel- und Brückenbau der Bahn kostet viel GeldFoto: Leif Piechowski

Die Bahn hat bis April 2014 786,97 Millionen Euro für ihr Projekt Stuttgart 21 ausgegeben. Diese Zahl nennt der Bahn-Konzern auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel.

Stuttgart - Die Bahn hat bis April 2014 786,97 Millionen Euro für ihr Projekt Stuttgart 21 ausgegeben. Diese Zahl nennt der Bahn-Konzern auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel aus Filderstadt. In der Summe sind die vor 2009 aufgelaufenen Planungskosten nicht enthalten. Stuttgart 21 ist bis 6,5 Milliarden Euro finanziert. Eine einjährige Verzögerung der bisher für Dezember 2021 vorgesehenen Inbetriebnahme von Tiefbahnhof und Tunnelstrecken ist enthalten. Aus Sicht von Gastel ist der Puffer „angesichts der bisherigen Zeitverzögerungen sehr gering“.

Der Abgeordnete kritisiert außerdem, dass es laut Bundesregierung keine aktuellen Prognose dazu gebe, wie viele Fahrgäste mit der Gäubahn zum Flughafen fahren wollen. Am Airport soll aus der heutigen S-Bahn- eine S-Bahn-/Regionalbahnstation entstehen. Die optimistischen Fluggastprognosen aus 2006 sind aus Sicht von Gastel nicht mehr haltbar. Er bezweifelt auch, ob die ICE- und IC-Anbindung des Flughafens die hohen Investitionen rechtfertigt. An den Flughäfen Düsseldorf, Leipzig/Halle und Köln/Bonn ist die Zugzahl laut Bundesregierung seit Inbetriebnahme um bis zu 46 Prozent gesunken. „Das lässt den Schluss zu, dass die Flughafenbahnhöfe auf einer unzutreffenden Kosten-Nutzung-Berechnung hin errichtet wurden“, sagt Gastel.

Bewerten
Wie hat Ihnen der Artikel gefallen? Vielen Dank für Ihre Bewertung!
1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne 3.4
Stuttgart 21 Stadt weist Forderungen von Ingenhoven ab

Von 22. September 2016 - 16:45 Uhr

Der Bahnhofsarchitekt Christoph Ingenhoven pocht auf Alleinaufträge für den Umbau der Klett-Passage und das erste Gebäude im neuen Stadtteil. Die Stadt sieht dafür keine Rechtsgrundlage.