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Studiengebühren Gebühren schrecken Studenten nicht ab

Sascha Meißner, vom 18.10.2011 04:46 Uhr
Studenten demonstrieren im Juni 2009 in Stuttgart gegen Studiengebühren. Foto: dapd
Studenten demonstrieren im Juni 2009 in Stuttgart gegen Studiengebühren. Foto: dapd
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Stuttgart-Laut einer Studie der baden-württembergischen Landesregierung sind Studiengebühren kein Hindernis für den Beginn eines Studiums. Demnach kamen nach der Einführung im Jahr 2007 nicht weniger Studenten von außerhalb ins Land als zuvor. Außerdem gaben neun von zehn Studenten nach der Einführung an, ihr Studium trotz des Semester-Obolus in Höhe von 500 Euro beenden zu wollen.

Dass die grün-rote Landesregierung die Gebühren ab dem Sommersemester 2012 abschafft, scheint vor diesem Hintergrund widersprüchlich. Bisher galten Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) die 500 Euro als Haupthindernis für eine Hochschulausbildung. Ein Sprecher bekräftigte gegenüber unserer Zeitung, dass Studiengebühren sozial ungerecht seien.

Immer mehr Erstsemester

Das Land hat seit der Einführung jährlich etwa 135 Millionen Euro eingenommen. Nach der nun geplanten Abschaffung verbleiben Niedersachsen und Bayern als einzige gebührenpflichtige Länder.

Die Studie der Landesregierung besagt, dass die Zahl der Studenten im Südwesten trotz teuren Studiums so hoch wie nie ist. Im Wintersemester 2010/2011 waren 290.000 Studenten und damit rund 35.000 mehr als im ersten Jahr mit Studiengebühren eingeschrieben. Mit den Studienanfängern verhält es sich ähnlich: Seit 2006 steigt ihre Anzahl kontinuierlich; 2010 gab es 67.600 Erstsemester. Außerdem ziehen nur elf Prozent der Studienanfänger aus gebührenpflichtigen Ländern wie Baden-Württemberg weg, um kostenlos studieren zu können, während 25 Prozent ihr Studium in einem Gebührenland beginnen, obwohl sie aus einem gebührenbefreiten Land stammen.

Der Anteil der Studenten aus unteren sozialen Schichten stieg der Untersuchung zufolge ebenfalls an - allen Studiengebühren zum Trotz. Damit widerspricht die Studie dem Vorbehalt der sozialen Auswahl.

 

Kommentare (8)
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OKT
19
11:05 Uhr, geschrieben von s.l.
Nordlichter und leichteres Abitur?
Also das Schüler im Norden ein leichteres Abitur haben bezweifel ich stark. Ich selbst habe in Sachsen-Anhalt mein Abitur gemacht und an der Berufsakademie in Stuttgart Informatik studiert. Wenn ich vergleiche, wie stark die "Südlichter" doch Probleme im Grundstudium hatten und ich Teile davon sogar schon in der Schule hatte... Das es eventuell Ausnahmen gibt, will ich nicht anzweifeln, aber so pauschalisieren sollte man nicht!
OKT
18
19:50 Uhr, geschrieben von Albert Seitzer
zu Student
8 Fehler in einem so kurzen Text, ist der Student wirklich ein Student? Dann noch die Ausdrücke. Viele Studenten haben die Studiengebühren begrüßt. Die Begründungen waren aber seltsam fadenscheinig. Ging es da nicht viel eher darum, möglichst viele Kontrakurrenten los zu werden! Wo wird denn noch im klassischen Sinne studiert? Ist der Studienbetrieb heute nicht viel eher ein pausenloses aussieben, mit allen Mitteln, auch finanziellen, zumindest in den ersten Semestern? Ein unmenschliches System. Wer es überlebt ist geeignet es in der Wirtschaft und Gesellschaft weiter zu treiben, auf dass ein allgemeiner Verfall gefördert werde.
OKT
18
17:56 Uhr, geschrieben von Betroffener Vater
Studiengebühren
Studiengebühren hin oder her. Das Musterländle hat leider zu wenig Studienplätze. Ohne Gebühren wird es noch chaotischer. Problem ist, dass jeder wusste, wann die starken bzw. doppelten Jahrgänge kommen, nur die Politik hat es unter der unfähigen Schavan total verpennt. Ergebnis ist, dass Landeskinder im eigene Ländle keine Studienplatz finden und die Eltern zuzsätzlich "bluten müssen". Nordlichter, die bekanntermaßen ein leichteres Abi und damit bessere Noten haben, belegen die Plätze. Diejenigen, die mit ihren Steuergeldern diese Plätze finanzieren, gucken wieder mal in den Mond. GRÜN-ROT wird mit Abschaffung der Gebühren den Landeskindern einen Bärendienst erweisen..
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