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Street View Google filmt weltweit keine Straßen mehr

Anne Guhlich, vom 25.05.2010 19:00 Uhr
Das Projekt "Street View" ist sehr umstritten. Foto: dpa
Das Projekt "Street View" ist sehr umstritten. Foto: dpa

Stuttgart - Gegen den Internet-Dienst Street View regt sich so viel Protest, dass er laut Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nicht vor 2011 online gehen kann. Wegen einer Datenpanne hat Google weltweit alle Autos, die Häuser und Straßenzüge filmen, zurückgepfiffen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Joachim Herrmann (CSU) ist zufrieden. Auf dem Schreibtisch des bayerischen Innenministers liegt ein Brief von Google-Mitarbeitern. Darin steht, dass die Autos des Internet-Riesen in der Garage bleiben - zumindest so lange, bis die Fahrzeuge keine W-Lan-Netzdaten mehr erfassen können. Herrmann hatte Google eine Frist für die verbindliche Erklärung gesetzt.

"Das ist keine Reaktion auf Joachim Herrmanns Schreiben", sagt Google-Sprecher Kay Oberbeck. "Wir haben bereits in unserem Blog verkündet, die Street-View-Fahrten zu unterbrechen." Und zwar nicht nur in Bayern, sondern auf der ganzen Welt. Das sei eine Reaktion auf die jüngste Datenpanne. "Wir haben einen Fehler gemacht und wollen das Vertrauen der Nutzer wiedergewinnen", sagt Oberbeck.

Das könnte schwierig werden: Vor kurzem hat die weltweit größte Internet-Suchmaschine Google neben Bildern von Straßen auch Daten aus ungesicherten drahtlosen Internet-Netzen (W-Lan) gespeichert. Etwa Internet-Adressen, Teile von E-Mails.

Kommentare (4)
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MAI
26
12:33 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
An die eigene Nase
Statt auf google zu zeigen, die einen meiner Meinung nach völlig ungefährlichen, dafür sehr nützlichen Dienst an den Start bringen wollen, sollten sich die Leute die sich jetzt aufregen besser überlegen, was der Staat an Daten sammelt, wenn Dinge wie ELENA und Vorratsdatenspeicherung umgesetzt werden. Diese furchtbare Verweigerungshaltung gegenüber allem "neuen", besonders wenn es auch noch "aus dem Internet" kommt, ist so frustrierend. High-Tech und Wissensstandort Deutschland? Nicht mit dieser Haltung innerhalb der Politik & bei so manchem Bürger.
MAI
26
09:14 Uhr, geschrieben von Andreas
Wie man aus Versehen WLAN-Daten mitschneidet...
Kristian Köhntopp hat über den angeblichen Datenskandal einen wirklich lesenswerten Text geschrieben: http://blog.koehntopp.de/archives/2860-Wie-man-aus-Versehen-WLAN-Daten-mitschneidet.html Auch wenn Goolge in vielen Bereichen sicherlich Anlass zur Sorge geben kann - in Bezug auf die Speicherung der (vermeintlichen) WLAN-Nutzungsdaten scheint die Diskussion doch an der Realität vorbeizugehen (insbesondere im Vergleich z.B. zu ELENA, ePerso, Elektronischer Gesundheitskarte, SWIFT und der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung). Und dass sich aus dem Betrieb eines ungeschützten WLANs (und nur von diesen wurden ja Beacons und Payload mitgeschnitten) sogar eine Störerhaftung des Anschlussinhabers ergeben kann, hat unlängst das BGH festgestellt... Fazit: Mehr Aufklärung würde der Sache mit Sicherheit (sic!) guttun.
MAI
25
22:54 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
Aufnahmestopp war am 14. Mai
Google hat - zumindestens nach eigenen Angaben - die Aufnahmefahrzeuge bereits am 14. Mai eingemottet - siehe http://googleblog.blogspot.com/2010/05/wifi-data-collection-update.html
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