Bleibt es dabei, droht Google ein Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro. Damit wolle man den Druck erhöhen, so Caspar. "Es kann jetzt nicht dabei bleiben, dass sich das Unternehmen entschuldigt, es muss jetzt auch die Verantwortung übernehmen", so der Datenschützer. Für die Unterbrechung der Fahrten lobt er Google: "Damit kommen die Mitarbeiter den Behörden entgegen."
Es wird zu klären sein, ob Google die privaten Daten aus ungesicherten W-Lan-Netzen tatsächlich aus Versehen abgegriffen hat - und wie. Für das unabsichtliche Ausspähen der Daten hat Google einen Software-Fehler verantwortlich gemacht. Dieser sei erst aufgefallen, nachdem man sich bei Google mit einem Fragenkatalog des Hamburger Datenschutzbeauftragten auseinandergesetzt habe, heißt es von Unternehmensseite.
Die Datenpanne kommt für Google zur Unzeit. Bei Bürgern und Verbraucherschützern sorgt das Projekt Street View ohnehin schon für Ärger. Nach Einschätzung von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) wird der Internet-Dienst auch deswegen nicht wie geplant 2010 starten. Bereits eine fünfstellige Zahl von Bürgern habe sich gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser im Internet gewehrt, sagt Aigner. Google hat in einem 13-Punkte-Katalog zugesichert, vor der Freischaltung von Street View alle Widersprüche umzusetzen und generell auf allen Bildern Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich zu machen, sagte Aigner.
Wer nicht will, dass sein Haus oder Garten im Internet veröffentlicht wird, kann beim Konzern widersprechen. Google Street View veröffentlicht zwei Monate, bevor der Dienst online geht, die gespeicherten Bilder. Wer sein Anwesen erkennt, muss selbst aktiv werden.
Nach einem wahren Bilderbuchstart ist der erste private Raumtransporter auf dem Weg zur ISS.