Warth-Schröcken - Warth-Schröcken wirbt auf seiner Internetseite damit, das schneereichste Skigebiet Europas zu sein. Eingebettet zwischen Arlberg, Lechtal und Bregenzerwald, soll der Skiort ein wahres Schneeloch sein. Die Gewinner der Aktion My Moments unserer Zeitung – Mattea Lamparter (19) und ihr Freund Philipp Nuffer (19) – wollten sich davon selbst überzeugen. Und siehe da: Schon auf dem Weg in das Skigebiet muss sich das Taxi durch die tief verschneite Landschaft kämpfen.
Auch die kleine Pension im Walserdorf Schröcken scheint unter der weißen Last fast zusammenzubrechen. Doch nicht nur der Pulverschnee lockt Mattea und Philipp für drei Tage nach Warth-Schröcken. „Ich will mir etwas von den Profis abschauen“, sagt Mattea, die selbst die Skilehrer-Prüfung bestanden hat. An diesem Wochenende zeigen Freeride-Profis wie Alois Bickel, Teddy Berr und Dennis Ehlert den Teilnehmern der Veranstaltung, wie sie auch neben der Piste und im Tiefschnee bestehen können. Dazu gehört in erster Linie eine gute Ausrüstung. Denn der viele Schnee hat auch seine Schattenseiten – eine Lawinenwarnung trübt das Vergnügen im freien Gelände.
Mattea Lamparter und Philipp Nuffer werden aber nicht nur mit einer Lawinen-Sicherheitsausrüstung ausgestattet, sondern dürfen sich auch Twintip-Ski ausleihen. Die an beiden Seiten aufgebogenen, extra breiten Ski eignen sich besonders für den Tiefschnee, für Sprünge und Tricks.
Dann geht es ab ins freie Gelände – allerdings immer nur zusammen mit den Profis und Bergführern, die die Nachwuchs-Freerider sicher den Hang hinunterführen. Es schneit immer noch, die Sicht ist schlecht. „Wenn man hin fällt, tut es aber überhaupt nicht weh“, sagt Philipp Nuffer. Die Landung ist sanft im knietiefen Schnee.
Mattea findet den Selbstversuch mit den Twintips zwar spannend, für sie eignen sich die Trend-Ski aber nicht: „Für den Tiefschnee sind die Twintips super, aber auf der Piste ist es damit viel anstrengender“, lautet ihr Fazit. Abends tauschen sich die Gewinner in Hütten-Atmosphäre bei Kässpätzle mit den anderen Teilnehmern aus. Die Sprünge werden analysiert, über die besten Abfahrten wird sinniert und auf die witzigsten Stürze angestoßen. Das Après-Ski darf natürlich nicht zu kurz kommen, doch am nächsten Tag klingelt wieder der Wecker. Nach einem weiteren Tag auf und neben der Piste sind die beiden Gewinner voller neuer Eindrücke. „So was macht man echt nicht alle Tage“, sagt Philipp. In das Schneeloch Warth-Schröcken wollen sie unbedingt zurückkehren – schon allein, um es mal im Sonnenschein zu erleben.