Mit der Schlusssirene hat Stefan Doll den Handballern des SV Fellbach einen Punkt gerettet. Ganz am Ende parierte der erfahrene Torwart einen Siebenmeter und sicherte seinem Team damit am Sonntagabend beim TV Oppenweiler das 30:30-Unentschieden in der Württemberg-Liga. Vor Stefan Dolls Glanztat hatten dem SV Fellbach vor allem Unkonzentriertheiten die Chance auf den zweiten Auswärtssieg der Saison verwehrt.
Gerade bei den schnellen Gegenstößen der Gastgeber zu Beginn waren die Fellbacher Akteure im ersten Spiel 2012 nicht immer auf der Höhe des Geschehens. Mitte der ersten Hälfte konnte sich der TV Oppenweiler deshalb mit drei Toren absetzen. Dabei wusste das Team des SVF um die Konterstärke des Gegners. "Wir haben das die ganze Woche thematisiert", ärgerte sich der Trainer Frieder Hansen. "Trotzdem haben wir im ersten Durchgang zu langsam von Angriff auf Abwehr umgeschaltet." Dennoch kämpften sich die Fellbacher Gäste bis zum Pausenpfiff wieder auf 14:15 heran.
Auch in der zweiten Hälfte des ausgeglichenen Spiels ging es hin und her. Es dauerte bis zur 50. Minute, ehe sich die SVF-Handballer einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten konnten (28:26). Daran hatten vor allem Kai Liebing und Alexander Haarer großen Anteil, die zusammen die Hälfte aller Fellbacher Tore warfen.
Obwohl der SVF die Führung nicht bis zum Ende verteidigen konnte, war Frieder Hansen zufrieden: "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Das war kämpferisch ein Fortschritt, und wir haben uns auswärts gut präsentiert." Ohne Stefan Doll wären die Fellbacher am Ende aber wieder mit einer Niederlage heimgefahren.
SV Fellbach: Doll, Nowak - Liebing (8), Haarer (7), Miletic (1), Steffen Klett (6/2), Brunner (2), Bastian Klett (3), Rohland (3), Schäfer, Gaus, Weil, Gomes, Wager.