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Verkehr Die zehn größten Staufallen in Stuttgart

Von Alexander Ikrat 

In den Top Ten der meist befahrenen Straßen im Ballungsraum finden sich auch die größten Staufallen: Abhilfe können nur breitere Hauptverkehrsachsen und der Ausbau des ÖPNV schaffen.

Stuttgart - Die Verkehrsexperten des Verbands Region Stuttgart haben für die Serie Stuttgart im Verkehrsstress unserer Zeitung eine Liste der meist belasteten Straßen im Ballungsraum erstellt. An der Spitze steht die A 8/A 81 zwischen Kreuz Stuttgart und Dreieck Leonberg, wo werktäglich im Durchschnitt rund 150 000 Autos unterwegs sind. Es folgen die A 81 mit den Abschnitten Zuffenhausen-Ludwigsburg und Kreuz Stuttgart-Sindelfingen mit je 130 000 Fahrzeugen. Schon auf Platz vier folgt die B 14 in der City mit dem Feinstaub-Brennpunkt Neckartor und 100 000 Fahrzeugen täglich.

Die Fachleute des Verbands, die seit Jahren an einem Masterplan Verkehr für die Region tüfteln, machen den staugeplagten Bürgern angesichts von weiterhin leicht wachsenden Blechlawinen wenig Hoffnung auf eine staufreie Zukunft. „Wenn alle zur gleichen Zeit unterwegs sein wollen, werden Sie den Stau nicht vermeiden können“, sagte Infrastrukturdirektor Jürgen Wurmthaler mit Blick auf die Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend. „Das sind Spitzen, für die wir eine Riesen-Infrastruktur bräuchten, die in der Gesellschaft nicht vermittelbar ist“, fügte er an. Schließlich wären damit „Riesen-Eingriffe“ verbunden. Dennoch sei es richtig, die Trassen für den Nordostring von der B 29 bei Waiblingen zur B 27 bei Kornwestheim oder für die Filderauffahrt von der B 10 bei Hedelfingen zur A 8 freizuhalten. So verbaue man sich keine Möglichkeiten für die Zukunft.

In der Gegenwart setzt die Region auf den Ausbau bestehender Straßen wie die A 8 Stuttgart–Wendlingen und die A 81 Stuttgart–Sindelfingen auf acht Spuren, intelligente Verkehrssteuerung wie auf der A 8 mit der zeitweisen Freigabe der Standspur, sowie den Ausbau des Angebots bei Bus und Bahn. Auch neuartige Service-Angebote in Sachen Mobilität unter anderem durch die aktuelle Erfassung freier Park+Ride-Plätze an S-Bahnhöfen sollen helfen.

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