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Stadtgebiet Stuttgart Rechtsextreme im Visier der Polizei

Von SIR 

In Stuttgart haben 17 Rechtsextreme in den vergangenen Tagen Besuch von der Polizei erhalten.  Foto: dpa
In Stuttgart haben 17 Rechtsextreme in den vergangenen Tagen Besuch von der Polizei erhalten. Foto: dpa

17 Rechtsextreme im Stuttgarter Stadtgebiet haben in den vergangenen Tagen Besuch von der Polizei bekommen. Die Beamten der Gruppe BIG Rex versuchten dabei, die Personen in Gesprächen von einem Ausstieg aus der Szene zu überzeugen.

Stuttgart - Die Polizei hat in den vergangenen Tagen 17 Personen im Stadtgebiet Stuttgart einen Besuch abgestattet, die mit der rechten Szene sympathisieren oder in dieser verkehren.

Wie die Beamten berichten, versuchten die Polizisten in persönlichen Gesprächen die Personen, bei denen es sich überwiegend um Männer im Alter zwischen 19 und 45 Jahren handelt, über die Hintergründe und Gefahren des Rechtsextremismus sowie die teilweise damit einhergehenden negativen Begleiterscheinungen sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich aufzuklären.

Die Besuchten waren in der Vergangenheit teilweise durch kriminelle Handlungen wie beispielsweise Sachbeschädigungen, das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole bis hin zu volksverhetzenden Delikten aufgefallen. Durch die Kontaktaufnahme will die Polizei erneuten Straftaten vorbeugen und den Rechstextremen eine Möglichkeit zum Ausstieg bieten. Außerdem konnten die Beamten auch die Familie und den engeren Freundeskreis der Angesprochenen sensibilisieren.

Big Rex sucht Kontakt zu Rechtsextremen

Mehr als die Hälfte der Rechtsextremen zeigte sich gesprächsbereit, ihre rechte Gesinnung wollten allerdings die wenigsten aufgeben. Die Polizisten konnten in den Gesprächen jedoch feststellen, dass in den meisten Fällen keine verfestigte rechtsextreme Ideologie Motiv für das Fehlverhalten beziehungsweise die Straftat war, vielmehr spielten Alkohol und Gruppenzwang eine nicht unerhebliche Rolle.

Für die Kommunikation mit Rechtsextremen ist in Baden-Württemberg die „Beratungs- und Interventionsgruppe gegen Rechtsextremismus (BIG Rex)“ zuständig. Die Beamten werden dabei von einer Pädagogin unterstützt. Seit Beginn des Programms im Jahr 2002 wurden bereits 2500 Personen im Hinblick auf einen Ausstieg aus der rechtsextremen Szene angesprochen.

BIG Rex ist unter der Telefonnummer 0711/5401-3600 oder per E-Mail unter big-rex@polizei.bwl.de erreichbar.

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