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Miniaturansichten Stuttgart und Region im Spielzeugformat

ch/bb, vom 21.03.2012 14:00 Uhr
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Solch ein sonniges Plätzchen wünscht sich jeder. Über den Dächern von Esslingens Altstadt lässt sich der Frühling genießen. Foto: davidalt
Solch ein sonniges Plätzchen wünscht sich jeder. Über den Dächern von Esslingens Altstadt lässt sich der Frühling genießen. Foto: davidalt
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Stuttgart - Aus der Königstraße wird eine Spielzeugkulisse und aus unserem Hauptbahnhof plötzlich eine Modelleisenbahn - doch warum sehen diese Bilder so aus, als wäre eine Modellstadt fotografiert worden? Keine Angst, die Landeshauptstadt und die Region um Stuttgart wurde nicht geschrumpft, sondern die sogenannten "Tilt-Shift Technik" ist der wahre Grund für diesen Spielzeug-Look. Fotografen können mit speziellen "Tilt-Shift"-Objektiven diesen Miniatur-Effekt erzeugen. Dieses teure Spezialobjektiv ermöglicht das Verschieben (engl.:shift) und das Verschwenken (engl.:tilt) des Linsensystems gegenüber der Filmebene.

Aber mit ein bisschen Bildbearbeitung und Übung geht das auch am heimischen Rechner. Man muss nur das obere und untere Viertel des Bildes "weichzeichnen" und die Sättigung des Bildes erhöhen -und voilà, das Bild im Spielzeug-Look ist erschaffen.

So richtig bekannt wurde diese Technik übrigens beim Eurovision Song Contest 2011. Dort wurde in einer Videopostkarte für jede Nation ein schöner Fleck Deutschlands vorgestellt. Zu unserem Bedauern war Stuttgart nicht dabei. Das konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen und haben Stuttgart und Umgebung in ein paar Aufnahmen in ein Miniaturwunderland verwandelt.

Auch einige unserer Leserfotografen haben sich von der Spielerei anstecken lassen und Stuttgart geschrumpft.

Klicken Sie durch unsere Bildergalerie und entdecken Sie Stuttgart und die Region mal ganz anders.

 

Kommentare (2)
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MRZ
12
16:56 Uhr, geschrieben von Noch'n Foddograf
Von wegen Software tut's
Der Kommentar des Kollegen ist natürlich schon treffend. Ergänzend muss noch gesagt werden, dass es eben nicht genügt, wenn man 'einfach' mal in Foddoschopp hier und da ein Viertel weichzeichnet. Wenn, dann sollte man sich schon die Mühe machen, sequentiell auszusparen (Bsp. Baum in der Mitte muss auch im oberen Bildviertel scharf sein, da er ja mit seinem Wipfel nicht im Hintergrund steht) Aus diesem Grund wären die meisten Bilder lediglich ein "ausreichend" in der Prüfung, Prinzip verstanden, aber nicht gut umgesetzt. Der Aha-Effekt ist nicht bis kaum vorhanden. Do doch lieber mal mit einem TS/E üben und dann drüber lamentieren.
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JAN
10
18:47 Uhr, geschrieben von Vinzent
Ein wenig nicht ganz richtig
Liebe Leute, fragt doch mal einen eurer altgedienten Fotografen, der das Handwerk noch gelernt hat: Das Verfahren nennt sich Tilt-Verfahren, bei dem die Schärfeebene gekippt wird, damit diese nicht mehr parallel zur Bildebene verläuft. Dadurch entsteht dieser Effekt. Das Shift-Verfahren dient dazu, perspektivische Verzerrungen zu kompensieren. Wenn man bspw. ein hohes Gebäude nur ganz aufs Bild bekommt, indem die Kamera nach oben geschwenkt wird, entstehen flüchtende Linien. Das Shiftobjektiv erlaubt eine parallele Verschiebung, wodurch die stürzenden Linien des Gebäude entzerrt werden und wieder parallel erscheinen. Tilt und Shift sind also unabhängig voneinander.
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