Stuttgart - Leserin Imke Mehlhorn aus Waldenbuch schreibt uns: „Bei mir liegt in der Küche ein Zettel, auf den ich immer wieder notiere, wenn mir etwas zum Thema Schwäbisch einfällt. Aus diesem ‚Sammelsurium‘einige Kostproben – zum Beispiel dieses Kreisspiel:
‚Frau verkaufsch dei Kendle net?‘
‚Om honderttausend Gulda net!
Liaber du i bettla laufa,
als mei liabs guats Kend verkaufa!
Bettla lauf dui net, ond mei Kend
verkauf i net!‘“
Auf Frau Mehlhorns Küchenzettel steht auch dieser Reim – „ein Spiel für die Kleinen“:
„Zwiebla stecka,
Zwiebla stecka,
Zwiebla muaß mr stecka.
Zwieble gießa,
Zwieble gießa,
Zwieble muaß mr gießa
– ond wenn i en mei Gärtle gang,
dann ziag i mir oins raus.“
Als Nächstes eine Erinnerung an den Sommer:
„Heckarösla em Garta,
Heckarösla em Wald,
kommt dr Wind ond tuat blosa,
na verwelket se bald.“
Abschließend noch ein „Endlosspiel“ von Frau Mehlhorn („bis alle Kinder an der Reihe waren“):
„Auf em Neckar bin i g’fahra,
hand a Schiffle dren g’seha,
ond des Schiffle hoißt Bärbel, (Karle, etc.)
ond dia Bärbel soll sich dreha!“
Einige Nachträge zum Thema Guck drucken wir gerne noch ab. Von Leser Manfred Maier stammt diese Guck-Ankedote, die man unter Umständen mehrmals lesen muss, um sie zu verstehen: „Ein kleiner Junge steht in Stammheim vor dem dortigen Gefängnis und starrt angestrengt auf das Haus. Ein Passant fragt den Jungen, was er denn mache. Da sagt der Junge: ‚Babba Gugga‘. Auf die Frage, was der Pappa macht, antwortet der Junge: ‚Gugga Babba‘“!
Der schwäbische Spruch des Tages stammt ebenfalls von Frau Mehlhorns Schwäbisch-Küchen-Zettel. „Mein Großonkel, ein Schreinermeister, pflegte zu sagen: ,Dreimal a’gschnitta ond emmer no z’kurz!‘“ Schreiben Sie uns: Zentralredaktion, Postfach 10 44 52, 70039 Stuttgart , Stichwort: Schwäbisch, Fax: 07 11 / 72 05 - 73 09; E-Mail: land@stn.zgs.de