Spart Wege und Geld Bald ersetzt eine Mail das Einschreiben

Sabine Klotzbücher, 27.05.2012 14:00 Uhr
Mit der De-Mail sparen Bürger Wege und Behörden Geld. Für Masseneinsatz fehlt gesetzliche Grundlage.

Stuttgart - Wenn sie De-Mail statt Normalbriefe verschicken, gewinnen Unternehmen Zeit und Geld. Bis Ende des Jahres werden bundesweit sieben Anbieter um den Milliardenmarkt konkurrieren. Aber auch die Bürger können profitieren.

Peter O. hat keine Zeit, zur Postfiliale zu laufen, um die Kündigung seiner Versicherung als Einschreiben wegzuschicken. Eine E-Mail akzeptiert das Unternehmen aber nicht. Deshalb ist O. dankbar, dass es jetzt die De-Mail gibt. Unabhängig von den Öffnungszeiten kann er Briefe, die rechtssicher ankommen müssen und seine Unterschrift benötigen, wie eine E-Mail verschicken. Er muss sich dafür zuvor lediglich bei einem Anbieter für elektronische Einschreiben identifizieren lassen. Per De-Mail können auch rechtsverbindliche Schreiben wie Mahnungen, Rechnungen oder Kündigungen verschickt werden. Der Transfer gilt dank einer speziellen Technik als schnell, sicher und günstig.

Seit März können Kunden der IT-Tochter T-Systems rechtssichere E-Mails verschicken

Vor einem Jahr wurde mit dem De-Mail-Gesetz die rechtliche Basis für die sichere Post verabschiedet und durch die Regelung des vertraulichen Versands elektronischer Dokumente innerhalb Deutschlands eine Rechtslücke geschlossen, zehn Monate später mit der Deutschen Telekom, ihrer Tochter T-Systems und der Mentana-Claimsoft die ersten Anbieter zugelassen. Sie konnten eine Zertifizierung, eine Art Betriebserlaubnis, durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorweisen.

Seit März können Kunden der IT-Tochter T-Systems verbindliche und rechtssichere E-Mails verschicken. Im September will der Mutterkonzern sein Angebot für private und kleinere Geschäftskunden schalten, United Internet will noch 2012 mit den Marken GMX.de, Web.de, 1&1 Internet sowie United Internet Dialog ((UID) mit der De-Mail ins Geschäft kommen. Und angeblich plant auch die Deutsche Post, die seit zwei Jahren mit dem lediglich mit einem Tüv-Siegel versehenen E-Postbrief am Markt ist, ebenfalls eine De-Mail-Alternative anzubieten.

 
 
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