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Spang's Spin Volles Haus für Mitt in Nevada

Thomas J. Spang, vom 05.02.2012 14:22 Uhr
Die Anhänger von Mitt Romney feiern den Sieg bei den Vorwahlen in Nevada. Foto: Michael Nelson Foto: dpa
Die Anhänger von Mitt Romney feiern den Sieg bei den Vorwahlen in Nevada. Foto: Michael Nelson Foto: dpa
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Keine Überraschung im Glückspielerpardies von Nevada. Mitt Romney trug bei den Caucuses genannten Parteiversammlungen der Republikaner erwartungsgemäß des Sieg davon. Dafür sorgten allein schon die vielen Mormonen, die in dem Wüstenstaat leben. Einer von vier Caucus-Besuchern gehört Romneys Kirche an. Und fast alle stimmten laut Nachwahl-Umfragen für ihren Glaubensbruder.

Unklar bleibt, ob der Spitzenreiter für die Nominierung die kritische 50-Prozent-Marke nehmen konnte. In jedem Fall hängte er seine Konkurrenten deutlich ab. Hier der Stand der Auszählung, die im Laufe des Sonntags abgeschlossen wird:

Romney 48 %
Gingrich 23 %
Paul 19 %
Santorum 11 %

Romney tat bei seinem Auftritt vor jubelnden Anhängern in einem Casino in Las Vegas so, als habe er die Nominierung schon in der Tasche. “Dieses Mal erweisen Sie mir nicht zum ersten Mal das Vertrauen”, erinnert Romney an seinen Sieg vor vier Jahren, der ihm nicht half, an John McCain vorbei zu ziehen. “Und dieses Mal werde ich es in das Weiße Haus tragen”.

Wären da nicht Newt Gingrich, Ron Paul und Rick Santorum, die auch dieses Mal zusammen mehr Stimmen auf sich ziehen als Romney. Solange die drei oder mindestens einer von ihnen nicht ausscheidet, wird Romney Schwierigkeiten haben eine Mehrheit der Delegierten für den Parteitag in Tampa zu gewinnen. Im Schnitt müsste Romney nun bei allen weiteren Primaries und Caucuses jedes Mal rund 60 Prozent der Delegierten-Stimmen holen. Die Delegierten werden erstmals in der Geschichte der republikanischen Vorwahlen proportional vergeben.

Dieser Druck erklärt, warum Romney in den kommenden Wochen versuchen wird, die Aura des Unschlagbaren zu verbreiten. Der Wahlkalender im Februar könnte ihm dabei helfen. Am Dienstag stehen Caucuses in Colorado und Minnesota an. Außerdem hält Maine die ganze Woche über Caucuses ab.Ende des Monats warten dann die Primaries in Michigan und Arizona. In allen Staaten hat Romney eine günstige Ausgangsposition.

Nicht so am Super-Dienstag (6. März). Dann bewegen sich die Vorwahlen in den Süden, wo Newt Gingrich seine Basis hat. Für den Zweitplatzierten kommt es darauf an, im Februar nicht in der Welle an Romney-Siegen unterzugehen. Dies könnte ihm dann im Süden schaden. Dort muss er zeigen, das er gewinnen kann.

Bei einer Art Pressekonferenz rechnete Newt in der Wahlnacht den Reportern vor, wie er sich seine Aufholjagd vorstellt. Ein wahrscheinliches Szenario? Nein. Ganz und gar unrealistisch? Auch nicht. “Wir werden unsren Wahlkampf bis nach Tampa fortsetzen”, erklärte Gingrich selbstbewusst. “Ich werde nicht aussteigen.”

Das haben auch die beiden anderen Kandidaten gelobt, die über einen kleinen Kern enthusiastischer Anhänger verfügen. Zudem bleiben die Vorbehalte gegen Romney bestehen. Viele Republikaner hätten lieber die Wahl zwischen ganz anderen Kandidaten als dem Quartett, das seit Wochen um ihre Stimmen buhlt.

 

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