Social-Media-Projekt Museumsbande Karlsruher Blogger werben für Stuttgarter Museen im Netz

Von Artur Lebedew 

Die Kuratorin Annette Krämer (M.) führt eine Gruppe von Social-Media-Journalistinnen und -Journalisten durch die arabische Abteilung des Lindenmuseums in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Michael Latz
Die Kuratorin Annette Krämer (M.) führt eine Gruppe von Social-Media-Journalistinnen und -Journalisten durch die arabische Abteilung des Lindenmuseums in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Michael Latz

Die „Museumsbande“ aus Stuttgart und Karlsruhe wollen mit einer gemeinsamen Social-Media-Aktion mehr Interessenten für Kunst begeistern.

Stuttgart - Facebook, Twitter und Instagram machen auch vor Stuttgarter Museen nicht halt. In einer schwäbisch-badischen Kooperation haben sich sieben Stuttgarter und vier Karlsruher Museen zusammengetan, um Interessierte auch auf den sozialen Netzwerken für Kunst und Kultur zu begeistern. Am Samstag, dem 15. Juli, lud die „Museumsbande“, so der Name des Social-Media-Projektes, Fans, Follower und Interessierte zum virtuellen Museumsbesuch ein.

Unter den Hashtags #blinddateSKA oder #museumsbande konnten Interessierte live mitverfolgen, was Stuttgarter Blogger in den Museen in Karlsruhe und was die Badener in den Museen der Landeshauptstadt erlebten. Und weil die insgesamt 35 Blogger nicht vorher wussten, in welche Museen sie die Organisatoren schicken werden, kam das Blinddate zustande.

„Leute, geht bei Gelegenheit das wunderbare Lindenmuseum besuchen! #museumsbande #blinddateSKA #lindenmuseum“, twitterten die beiden Badener internetaffinen Künstlerinnen Ana und Anda aus dem Museum für Völkerkunde. Dort führte Orientkuratorin Annette Krämer die Handvoll Besucher durch einen Nachbau eines afghanischen Basars. „Es ist schon etwas seltsam, wenn die Besucher ständig auf ihrem Handy tippen und Fotos machen“, sagte Krämer lächelnd. Aber genau das sei ja gewollt. Dass von den Sozialen Medien die Kunst profitiert, davon ist sie überzeugt: „Nicht alle Interpretationen der Werke müssen von Museumskuratoren stammen. Die Blogger erzeugen eine Vielstimmigkeit, die den Exponaten zugutekommt und die Menschen überall verfolgen können“, erklärte Krämer.

Lesen Sie jetzt